“Blanka” von Kohki Hasei startet am 29.03.2018 im Kino

blankaIn seinem Debutfilm erzählt der japanische Regisseurs Kohki Hasei die Geschichte des Waisenmädchens Blanka, das auf den Straßen Manilas zu überleben gelernt hat und sich mit Betteln und Diebstählen über Wasser hält. Eines Tages sieht sie im Fernsehen, dass eine berühmte Schauspielerin ein Kind adoptiert hat und sofort ist Blanka von dem Gedanken besessen, sich eine Mutter zu kaufen, um auch in die Schule gehen zu können und ein glückliches Leben zu führen. Doch woher das Geld kommen? Eine Gelegenheit eröffnet sich ihr, als sie den blinden Straßenmusiker Peter kennenlernt. Während Blanka Peter hilft, Geld von seinem Publikum einzusammeln, gibt er ihr Gesangsunterricht. Blanka erfährt so zum ersten Mal, dass sie mehr kann als stehlen. Doch Peter sorgt sich um Blankas Zukunft und denkt darüber nach, sie in ein Waisenhaus zu bringen. Als Blanka von seinen Absichten erfährt, rennt sie weg. Wieder auf der Straße, beginnt sie erneut zu stehlen. Doch als die Situation zu eskalieren droht, steht Peter im richtigen Moment auf ihrer Seite. Obwohl der Film eine märchenhafte Geschichte erzählt, orientiert er sich dicht an der harten Realität der Straßenkinder von Manila, denen die junge Laiendarstellerin der Blanka, Cydel Gabutero, einen starken Ausdruck verleiht.

Nach der Kinoauswertung wird der Film über Bundesverband Jungend und Film (BJF) den Film für die Bildungsarbeit zugänglich machen.

“The Green Lie” – Kinostart am 22.03.2018

greenlieAm 22.03.2018 startet der Film “The Green Lie – Die grüne Lüge” von Werner Boote (Österreich 2018, 97 Min.) im Kino. Darin begibt sich Werner Boote, der mit seinen Filmen “Plastic Planet” und “Population Boom” den großen Problemen der Erde mit seiner persönlichen Neugierde begegnet ist, auf eine Reise zu den Schauplätzen der schlimmsten Umweltkatastrophen. Dabei decken der österreichische Regisseur Werner Boote und die deutsche Autorin Kathrin Hartmann die Lügen von „Greenwashing“-Unternehmen auf: von den desaströsen Folgen der von der BP-Bohrinsel Deepwater Horizon verursachten Ölpest, über das gewaltige Ausmaß der von Palmöl-Konzernen betriebenen Regenwald-Brandrodungen in Indonesien bis zu den Auswirkungen der Rinderzucht auf die Ureinwohner Brasiliens. Sie besuchen die Verleihung des Sustainable Entrepreneurship Awards in Wien, eine Palmöl-Konferenz in Bali, die Hauptversammlung von RWE in Essen und kommen zu dem Schluss, dass die sogenannten grünen Produkte der Industrie nichts mit wirklicher Nachhaltigkeit zu tun haben. Stattdessen zerstören sie die Umwelt und untergraben Maßnahmen, die eigentlich nötig wären. Mit namhaften Experten wie Noam Chomsky und dem Schriftsteller und Aktivisten Raj Patel diskutieren die Filmemacher über die Verbindung von Ökologie und Ökonomie, aber auch den Fehler der Politik, die Verantwortung für den gerechten und nachhaltigen Umgang mit Ressourcen auf die Verbraucher abzuwälzen.

Weitere Informationen: www.wernerboote.com

01.03.2018: Neues Gesetz zum Urheberrecht für die Wissensgesellschaft

Ab dem 1. März 2018 gilt das neue Gesetz zum Urheberrecht für die Wissensgesellschaf. Es soll die Nutzung urheberrechtlich geschützter Werke im digitalen Zeitalter übersichtlicher gestalten und die Regelungen zur Nutzung urheberrechtlich geschützter Werke für Bildung und Forschung reformieren. (Bundesministerium für Bildung und Forschung https://www.bmbf.de/de/neues-urheberrechtsgesetz-fuer-die-wissenschaft-4431.html

Die Internetseite „Filme im Unterricht“ der Deutschen Filmwirtschaft gibt weitere Informationen und unterstützt die Lizenzpflicht beim Einsatz von Medien im Unterricht https://www.filme-im-unterricht.de/welche-filme-sind-erlaubt

Wenn LehrerInnen mit Filmen arbeiten, die – wie z.B. bei Ev. und Kath. Medienzentren, Landesmedienzentren oder den Landesfilmdiensten der Fall –  für den Einsatz in Schule lizenziert sind, bewegen sie sich auf sicherem Boden.

Interessante Informationen zum Thema bietet auch das Dossier, das auf der Internetseite vom Kinofenster zu finden ist http://www.kinofenster.de/themen-dossiers/aktuelles-dossier/dossier-urheberrecht-einfuehrung/

Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch, dass Portale wie Youtube und Netflix mittlerweile selbst davon ausgehen, dass Filmvorführungen in Schulklassen beim Rechteinhaber angefragt werden müssen, weil der Einsatz im Schulunterricht urheber‐ und lizenzrechtlich relevant ist. Youtube erklärt zudem, über diese Rechte selbst nicht zu verfügen. https://support.google.com/youtube/answer/2802327?hl=de&visit_id=0‐636408220654954976‐4109372874&rd=1

Free Lunch Society – Komm Komm Grundeinkommen

Free-Lunch-SocietyDie große Crowd-Premiere am 01.02.2018.
Nach Globalisierung, Automatisierung und dem drohenden Zerbrechen der Mittelschicht hält Regisseur Christian Tod in seinem Film “Free Lunch Society” (Deutschland, Österreich 2017, 95 Min.) die Zeit für ein komplettes Umdenken für gekommen. Die Diskussion über ein bedingungsloses Grundeinkommen wird kontrovers geführt, ist aber gleichzeitig aus der Debatte um die Arbeit der Zukunft nicht mehr wegzudenken.Denn es bedeutet Geld für alle als ein Menschenrecht ohne Gegenleistung. Handelt es sich nur um ein visionäres Reformprojekt, die neoliberale Axt an den Wurzeln des Sozialstaates oder eine sozialromantische linke Utopie? Je nach Art und Umfang zeigt das Grundeinkommen sehr verschiedene ideologische Gesichter: Inaktivität als süßes Gift, das die Menschen zur Faulheit verführt, oder Freiheit von materiellen Zwängen als Chance, für sich selbst und für die Gemeinschaft. Brauchen wir tatsächlich die Peitsche der Existenzangst, um nicht träge vor dem Fernseher zu verkommen? Oder gibt nicht deshalb die Erwerbsarbeit unserem Leben Sinn und sozialen Halt, weil wir es seit Jahrhunderten nicht anders kennen? Unbestritten ist das Grundeinkommen eine kraftvolle Idee: Land, Wasser und Luft sind Geschenke der Natur. Sie unterscheiden sich von Privatbesitz, den einzelne Menschen erwirtschaften. Wenn wir aber Reichtum aus der Natur, aus den Gemeinressourcen schöpfen, gehört dieser Reichtum in gleichem Maße uns allen. Von Alaskas Ölfeldern über die kanadische Prärie, zu Washingtons Denkfabriken und zur namibischen Steppe zeigt der Film, was das führerlose Auto mit den Ideen eines deutschen Milliardärs und einer Schweizer Volksinitiative zu tun hat.
Gaanz im Sinne der Idee der Crowd wird auch die Filmpremiere als Crwod-Event organisiert. Weitere Informtionen zum ungewöhnlichen Kinostart unter: www.mein-grundeinkommen.de

 

Kino Asyl

Men-in-the-ArenaKino Asyl ist ein Münchener Festival mit Filmen aus den Herkunftsländern geflüchteter junger Menschen, das vom 03.-08.12.2017 stattfindet. Das Festival wird von den KuratorInnen mit Fluchterfahrung, unterstützt von Fachleuten, selbst gestaltet. An verschiedenen Veranstaltungsorten werden so die Herkunftsorte und Geschichten aus den Heimatländern Geflüchteter lebendig und erhalten Kontur. So wird der Iran in dem Film „Drachenläufer“ von Marc Forster vorgestellt, Somalia durch den Film „Men in the Arena“ von J.R. Biersmith über Fußballer des Landes. Menschen aus den Ländern vertiefen im Gespräch die Eindrücke der Filme. Weitere Informationen unter www.kinoasyl.de

 

“Clair Obscur” Kinostart des Films von Yeşim Ustaoğlu am 07.12.17

clairEs scheint, als hätten Chenaz und Elmas wenig miteinander gemeinsam. Chenaz arbeitet als Psychotherapeutin an der türkischen Mittelmeerküste und führt scheinbar eine stabile Beziehung. Elmas wurde als Teenagerin mit einem viel älteren Mann verheiratet und kümmert sich unter Aufsicht ihrer Schwiegermutter um alle Haushaltsangelegenheiten. Auf beiden Seiten bleibt die Sehnsucht nach der versprochenen Freiheit enttäuscht und gleichzeitig ungebrochen. Der Film der türkischen Regisseurin Yeşim Ustaoğlu geht der Frage nach, ob die zwei Frauen aus unterschiedlichen Schichten vielleicht doch mehr Gemeinsamkeiten haben, wenn es um die Frage der eigenen Perspektive und Freiheit geht. Weitere Informationen: www.realfictionfilme.de/clair-obscur

Life on the Border. Kinostart am 09.11.2017

LifeontheborderJunge FilmregisseurInnen im Flüchtlingscamp: Wie ist das Leben als Flüchtlingskind in einem Camp? Der iranisch-kurdische Filmemacher Bahman Ghobadi (Schildkröten können fliegen) hat Kindern eine Stimme gegeben, die nach den IS-Angriffen im Sommer 2014 auf kurdische Gebiete im Irak und in Syrien Aufnahme in Flüchtlingscamps fanden. Genauer gesagt, bekamen sieben Kinder die Gelegenheit, jeweils einen Kurzfilm zu drehen. Die dokumentarischen oder semifiktionalen Werke schildern den Alltag und die Not in den Camps, die Trauer um verstorbene oder verschleppte Angehörige. Der Blick ist auf eine Gegenwart des Wartens gerichtet, die an sich keine eigene Perspektive bietet, während das Herz und die Gedanken doch stets mit dem Verlust von Heimat und Familie beschäftigt sind.

Anlässlich des Kinostarts stellt die Bundeszentrale für politische Bildung in einem Online-Spezial vier Videoausschnitte mit Arbeitsaufgaben zur Verfügung. Neben diesen Unterrichtsmaterialien, findet sich dort auch eine ausführliche Filmbesprechung sowie ein Überblick der Mitwirkenden. Ab dem 15.04.2018 steht der gesamte Film in der Mediathek der bpb zum Streaming bereit. Im Rahmen der Schulkinowochen werden im Herbst 2017 außerdem bundesweit Kinoseminare zu “Life on the Border” angeboten. Weitere Informationen unter: www.bpb.de/258675

 

Verleihung des 9. Eine-Welt-Filmpreises NRW in Köln

DeadDonkeysAm 10.11.2017 wird in Köln zum 9. Mal im Rahmen des Fernsehworkshop Entwicklungspolitik der Eine-Welt-Filmpreis NRW verliehen, der von der Landesregierung NRW gestiftet wird. Mit dem Preis werden die Arbeiten von Regisseurinnen und Regisseuren gewürdigt, deren Filme für Probleme in Ländern des (globalen) Südens sensibilisieren, die aber auch Ansätze zur Veränderung aufzeigen und einen Perspektivenwechsel ermöglichen.
(Bild aus dem Film: „Das grüne Gold“ von Joakim Demmer)

Die Preisträger:
1. Preis: Das Grüne Gold (Dead Donkeys fear no Hyenas) von Joakim Demmer
2. Preis: MIRR – das Feld von Mehdi Sahebi
3. Preis: #My Escape von Elke Sasses

Die Preisverleihung findet am Freitag, 10.11.2017, 19:00 Uhr im Filmforum im Museum Ludwig in Köln statt.

Weitere Informationen zu den ausgezeichneten Filmen und der Veranstaltung unter www.fernsehworkshop.de

25 Jahre Filme aus Afrika in Köln

feliciteVom 21.09.-01.10.2017 findet das Afrikafilmfestival Köln zum 25. Mal statt. Die FilmInitiativ Köln, die das Festival in Leben gerufen hat, hat in diesem Zeitraum nicht nur einen Überblick über aktuelles afrikanisches Filmschaffen vorgestellt, sie haben auch im Gespräch mit vielen afrikanischen Filmemacherinnen und Filmemachern, die in Köln zu Gast waren, deren Intention zum Filmemachen und die Bedeutung von Film für afrikanische Länder und die Weltkinematographie sichtbar und für ein deutsches Publikum zugänglich gemacht. Zur Jubiläumsveranstaltung darf man ein vielfältiges Programm und interessante Gästen erwarten. Das Programm steht vor der Veranstaltung unter www.filme-aus-afrika.de zur Verfügung.
FilmInitiativ Köln hat aufgrund der langjährig Erfahrungen mit afrikanischem Filmschaffen eine Filmdatenbank aufgebaut, die ebenfalls unter dieser Adresse im Internet zu finden ist. Neben wichtigen Filmtiteln finden sich Informationen zu Regisseurinnen und Regisseuren, Ländern und Themen.
Foto aus dem Film Félicité von Alain Gomis, Frankreich, Senegal, Belgien, Deutschland, Libanon 2017, 123 Min. Der Film hat beim Festival seine Deutschlandpremiere und startet am 05.10.17 in den deutschen Kinos.

 

Deine Demokratie – Dein Film Filmwettbewerb der Evangelischen Akademie Frankfurt

eaf-logo-blueTrump – Brexit – Flüchtlinge – Klima – EU.
Politik bewegt zurzeit viele Menschen. Vor allem junge. Zu Recht, denn um deren Zukunft und die Möglichkeiten, sie mitzugestalten, geht es. Die Evangelische Akademie Frankfurt möchte junge Menschen zwischen 13 und 30 Jahren ansprechen, sich in einem dreiminütigen Film diesen Fragen zu stellen. Einsendeschluss ist der 03.10.2017, weitere Informationen und Kontakt unter www.evangelische-akademie.de