“Als Paul über das Meer kam” – Kinostart am 31.08.17

Als-PaulPaul Nkamani hat sich aus seiner Heimat Kamerun durch die Sahara bis an die Küste Marokkos durchgeschlagen, wo er in einem Wald lebt und auf seine Chance wartet, über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen. Hier lernen sich Paul und der Berliner Filmemacher Jakob Preuss kennen, der entlang Europas Außengrenzen auf Recherche ist. Bald darauf gelingt es Paul, in einem Schlauchboot nach Spanien überzusetzen. Er überlebt – doch die Hälfte seiner Mitreisenden stirbt bei der tragischen zweitägigen Odyssee. Nach zwei Monaten in Abschiebehaft trifft er Jakob in einer spanischen Flüchtlingsunterkunft wieder. Als Paul beschließt, weiter nach Deutschland zu reisen, muss Jakob sich entscheiden: wird er Paul aktiv bei seinem Streben nach einem besseren Leben helfen oder bleibt er der beobachtende Filmemacher? Jakob Preuss beschreibt in seinem Film “Als Paul über das Meer kam” (Deutschland 2017, 101 Min.) die Wendung und unerwarteten Ereignisse seit dem ersten Treffen mit Paul in einem Wald in Marokko und das Verhältnis von Filmemacher und seinem Protagonisten.

25 Jahre Filme aus Afrika in Köln

kaumoeffneichdieaugenVom 21.09.-01.10.2017 findet das Afrikafilmfestival Köln zum 25. Mal statt. Die FilmInitiativ Köln, die das Festival in Leben gerufen hat, hat in diesem Zeitraum nicht nur einen Überblick über aktuelles afrikanisches Filmschaffen vorgestellt, sie haben auch im Gespräch mit vielen afrikanischen Filmemacherinnen und Filmemachern, die in Köln zu Gast waren, deren Intention zum Filmemachen und die Bedeutung von Film für afrikanische Länder und die Weltkinematographie sichtbar und für ein deutsches Publikum zugänglich gemacht. Zur Jubiläumsveranstaltung darf man ein vielfältiges Programm und interessante Gästen erwarten. Das Programm steht vor der Veranstaltung unter www.filme-aus-afrika.de zur Verfügung.
FilmInitiativ Köln hat aufgrund der langjährig Erfahrungen mit afrikanischem Filmschaffen eine Filmdatenbank aufgebaut, die ebenfalls unter dieser Adresse im Internet zu finden ist. Neben wichtigen Filmtiteln finden sich Informationen zu Regisseurinnen und Regisseuren, Ländern und Themen.
Foto: aus dem Film “Kaum öffne ich die Augen” von Leyla Bouzid, Tunesien 2015, 102 Min. Verleih: Kairos

Code of Survival – Kinostart am 01.06.17

Codeofsurvival“Code of Survival – Die Geschichte vom Ende der Gentechnik” von Bertram Verhaag startet am 01.06.2017 im Kino. Millionen Tonnen von Monsantos „Roundup“ mit seinem Hauptwirkstoff Glyphosat werden Jahr für Jahr weltweit auf Felder ausgebracht. Diese Giftwaffe wird jedoch stumpf, denn die Natur bildet resistente Unkräuter, die sich in biblischen Ausmaßen vermehren und nun ein Superwachstum an den Tag legen, das Nutzpflanzen überwuchert und abtötet. Bertram Verhaaag, der sich in seinen Filmen seit langem mit den Auswirkungen der Gentechnik auseinandersetzt, stellt in seinem neuesten Film drei landwirtschaftliche Projekte weltweit vor, die sich für eine nachhaltige Landwirtschaft ohne Gift entschieden haben.
Die Teeplantage AMBOOTIA im indischen Darjeeling in 2000 m Höhe baut auf nachhaltiger ökologischer Landwirtschaft und rettet dadurch eine ganze Region. Die ökologische Anbauweise verhindert das Abrutschen der durch den Kunstdüngereinsatz erkrankten Teegärten.
Das Projekt SEKEM des alternativen Nobelpreisträgers Ibrahim Abouleish, der vor 40 Jahren inmitten der Wüste seine biologische Farm gründete. SEKEM beweist eindrücklich, wie man Wüste in fruchtbaren Boden verwandeln kann und wir zeigen, wie es funktioniert.
FRANZ AUNKOFER war einer der ersten Biobauern und der erste biologische Schweinmäster Deutschlands. Durch seine Pionierarbeit erwirtschaftet er inzwischen denselben Ertrag, wie im konventionellen Anbau – ohne einen Tropfen Gift. Nur der Bauer sollte an der Landwirtschaft verdienen und nicht die Chemiegiganten. Weitere Informationen unter www.codeofsurvival.de

Film – Fernsehen – Bildung

TVWorkshop_logoDer Fernsehworkshop Entwicklungspolitik findet vom 11.-14.05.2017 im Haus am Dom in Frankfurt/M. statt.

Auf dem Programm stehen aktuelle Film- und Fernsehproduktionen zu Nord-Süd-Themen und Gespräche mit FilmemacherInnen und Fachleuten aus der Bildungsarbeit. Die Filme werden zu verschiedenen Schwerpunkten vorgestellt, so dass die Teilnahme an einzelnen Programmen des Workshops gut möglich ist. Durch die dichte Darstellung von Themen und filmischen Formen bietet der Fernsehworkshop eine gute Informationsmöglichkeit für alle, die sich mit den Themen Medien und deren Einsatz im Globalen Lernen befassen. Weitere Informatione unter: www.fernsehworkshop.de

“Félicité” von Alain Gomis mit dem Silbernen Bären geehrt

feliciteDer Film “Félicité” des senegalesisch-französischen Filmemachers Alain Gomis wurde bei der Berlinale mit dem Silbernen Bären und damit mit dem Großen Preis der Jury ausgezeichnet. Der Film erzählt die Geschichte der Sängerin Félicité, die in einem Nachtclub in Kinshasa, der Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo, arbeitet. Eines Morgens erfährt sie, dass ihr 16-jähriger Sohn Samo nach einem Unfall schwer verletzt im Krankenhaus liegt und sein Bein nur durch eine sofortige Operation gerettet werden kann.
Félicités Versuch, bei Freunden und Verwandten Unterstützung zu finden, offenbart ihr eine zutiefst egoistische Gesellschaft. Ihr stabiles, wenn auch prekäres Leben steht auf der Kippe. Aber sie trifft auch auf Menschen, die ihr nicht sonderlich nahe standen und die sich nun als hilfreich und zugewandt entpuppen, unter ihnen Tabu, ein regelmäßiger Besucher der Bar, in der sie arbeitet. Als sie schließlich mit einem Teil des benötigten Geldes im Krankenhaus eintrifft erfährt sie, dass sie zu spät kommt. Samos Bein wurde bereits amputiert.
Nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus findet Samo nicht in sein altes Leben zurück, Félicité ist tief verzweifelt. Doch ausgerechnet die Freundschaft mit dem unberechenbaren Tabu hilft beiden, das Schicksal anzunehmen und Halt zum Weiterleben zu finden.

Nicht ohne uns!

nichtohneuns16 Kinder aus 15 Ländern in 5 Kontinenten erzählen aus ihrem Leben. Was sie vereint ist der Wunsch nach einer friedlichen Zukunft, in der die Natur erhalten bleibt. Der Film startet am 19.01.2017 im Kino.

Sigrid Klausmann hat in ihrem langen Dokumentarfilm die Geschichten zusammengefügt, die sie in ihren kurzen Filmen über “199 kleine Helden” von Kindern erfahren hat und die von ihren Nöten, Sorgen und Freuden erzählen. So kommen Kinder aus den reichen Ländern des Nordens ebenso zu Wort wie solche, die in indischen Slums oder der afrikanischen Wüste aufgewachsen sind bzw. Erfahrungen mit Krieg, Flucht und Gewalt machen mussten. So entsteht ein Bild von Kindern, die die universelle Sehnsucht nach Sicherheit und Frieden, Glück, Freundschaft und Liebe teilen. Sie eint die Ablehnung und die Angst vor Krieg und Gewalt. Und jedes einzelne dieser Kinder macht sich Sorgen um die Natur und die damit verbundene Zerstörung ihres direkten und indirekten Lebensraums. Weitere Informationen unter: www.farbfilm-verleih.de

Raving Iran

ravingiranAm 29.09.2016 startet der Film von Susanne Regina Meures (Schweiz 2016, 90 Min.) im Kino. Die Regisseurin erzählt in ihrem Dokumentarfilm von Arash und Anoosh, die begeistert von – im Iran verbotenen – Techno-Musik sind und davon träumen, einemal ganz von ihrer Musik leben zu können. Als DJs sind sie in der illegalen Underground-Techno-Szene von Teheran Helden. Unter ihrem Bandnamen Blade & Beard organisieren sie Konzerte mitten in der Wüste, leben jedoch in der Gefahr, von den Behörden gefangen genommen zu werden. Im Iran müssen Anwohner bereits beim Konsum von westlicher Musik mit elektrischen Klängen mit hohen Strafen und Haft rechnen, Anoosh wird sogar kurzzeitig verhaftet. Doch für Anoosh und Arash ist an das Aufhören gar nicht zu denken. In strengster Geheimhaltung halten sie ihre Raves in der Wüste ab, produzieren illegal ein Album und liefern sich ein ständiges Katz-und-Maus-Spiel mit den Behörden. Für sie ist es selbstverständlich, durch die Techno-Musik die Rebellion auszuleben. Überraschend werden sie eines Tages zur größten Technoparty der Welt, der Streetparade in Zürich, eingeladen. Nach langem Bangen erhalten sie schließlich ein 5-Tages-Visum und erleben vor Ort die Party ihres Lebens. Doch als die Abreise näher rückt, kommt auch die Ungewissheit bei ihrer möglichen Rückkehr immer näher in den Fokus. Werden sie die Schweiz verlassen und nach Teheran zurück reisen oder entscheiden sie sich für ein Leben fern des Irans? Weitere Information: www.ravingiran.com

Tagung und Zukunftswerkstatt zum Thema „Film, Flucht & Interkultur“

life-on-the-border_840x473Im Rahmen des Internationalen Festivals für junge Filmfans LUCAS veranstaltet das Deutsche Filminstitut und die Bundeszentrale für politische Bildung vom 21.-23.09.16 eine Tagung und Zukunftswerkstatt, die die Themen Film, Flucht und Interkultur als Zukunftsaufgabe von MedienpädagogInnen und FilmvermittlerInnen hervorhebt. Ausgehend von der Überzeugung, dass der Integrationsprozess nicht eingleisig sein kann, setzt die Tagung am Begriff Interkultur an den Mark Terkessidis in seinem Eröffnungsvortrag erläutert, und verfolgt den Anspruch, dass die interkulturelle Gesellschaft gemeinsam gestaltet und gelebt werden muss. WissenschaftlerInnen, AutorInnen und FilmvermittlerInnen mit und ohne Fluchterfahrung stellen ihre Positionen und Projekte vor. Weitere Informationen unter http://lucas-filmfestival.de/zukunftswerkstatt/

Fluchtgeschichten

THE GOOD LIEVom 04.08.-01.09.2016 widmet sich die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb im Rahmen der Open Air Kinonächten am Checkpoint Charlie in Berlin in diesem Jahr den unterschiedlichen Aspekten von Flucht: Krieg oder politische Verfolgung in den Herkunftsländern, die lebensgefährlichen Fluchtwege, das Ankommen und die vielfältigen Herausforderungen der Integration. Fünf Filme erzählen fünf Geschichten vom gewaltvollen Gesellschaftswandel in Afghanistan über unterschiedliche Fluchtwege, den Schwierigkeiten des Ankommens in einem fremden Land, Frustration, Unsicherheit, langwierigen Asylprozessen bis hin zu Zukunftsperspektiven und der eigenen hybriden Identität.  Unter anderem werden gezeigt "The Good Lie - Der Preis der Freiheit" von Philippe Falardeau und "Gestrandet" von Lisei Kaspers. Weitere Informationen zu diesem Programm unter www.bpb.de/veranstaltungen/format/festival/228612/open-air-kino-am-checkpoint-charlie

Fernweh

SerengetiSommerzeit ist Reisezeit. Rechtzeitig zu Beginn der schönsten Wochen des Jahres haben EZEF, baobab und die Fachstelle Filme für Eine Welt die Themen-DVD „Fernweh. Tourismus im Spannungsfeld von Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft“ herausgebracht, die verschiedene Facetten des Phänomens „Tourismus“ beleuchten.

Die sechs Filme greifen soziale, ökologische und ökonomische Aspekten von Tourismus auf. Sie befassen sich damit, wie zum Beispiel die Zukunft des Wintertourismus angesichts der Klimaerwärmung aussehen könnte („Peak“ (Dokumentarfilm 30 Min.) oder ob Slumtourismus ethisch vertretbar ist („Slumtourismus in Jakarta”, Dokumentarfilm, 9 Min.). Es geht aber auch darum, wie es um die Menschenrechte im Serengeti Nationalpark steht („Serengeti – kein Platz für Menschen?“, Dokumentarfilm, 30 Min.), wer von Volunteer-Tourismus in Ländern des globalen Südens profitiert („Voluntourismus“ Reportage, 9 Min.), ob Ökotourismus eine Alternative zum Massentourismus sein kann („Die Gans mit den goldenen Eiern. Tourismus an Costa Ricas Pazifikküste”, Dokumentarfilm, 30 Min.) und was BerlinerInnen zum boomenden Tourismus in ihrer Stadt sagen („Welcome, Goodbye”, Dokumentarfilm, 34 Min.) Der Kurzspielfilm „When I grow up I want to be a Tourist“ erzählt darüber hinaus von dem seltsamen Berufswunsch eines Jungen in Gambia. Tourismus-Werbespots über Indien und die Schweiz ergänzen die DVD, auf der es außerdem Begleitmaterialien und Arbeitsblättern auf der ROM-Ebene gibt.Die Themenvielfalt der DVD könnte auch dazu anregen, nicht nur unser eigenes Verhalten in der Fremde anders zu betrachten, sondern auch Fremde in der Heimat neu zu sehen. Nähere Informationen zu den einzelnen Titeln finden Sie in der Datenbank.