Film – Fernsehen – Bildung

TVWorkshop_logoDer Fernsehworkshop Entwicklungspolitik findet vom 11.-14.05.2017 im Haus am Dom in Frankfurt/M. statt.

Auf dem Programm stehen aktuelle Film- und Fernsehproduktionen zu Nord-Süd-Themen und Gespräche mit FilmemacherInnen und Fachleuten aus der Bildungsarbeit. Die Filme werden zu verschiedenen Schwerpunkten vorgestellt, so dass die Teilnahme an einzelnen Programmen des Workshops gut möglich ist. Durch die dichte Darstellung von Themen und filmischen Formen bietet der Fernsehworkshop eine gute Informationsmöglichkeit für alle, die sich mit den Themen Medien und deren Einsatz im Globalen Lernen befassen. Weitere Informatione unter: www.fernsehworkshop.de

“Félicité” von Alain Gomis mit dem Silbernen Bären geehrt

feliciteDer Film “Félicité” des senegalesisch-französischen Filmemachers Alain Gomis wurde bei der Berlinale mit dem Silbernen Bären und damit mit dem Großen Preis der Jury ausgezeichnet. Der Film erzählt die Geschichte der Sängerin Félicité, die in einem Nachtclub in Kinshasa, der Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo, arbeitet. Eines Morgens erfährt sie, dass ihr 16-jähriger Sohn Samo nach einem Unfall schwer verletzt im Krankenhaus liegt und sein Bein nur durch eine sofortige Operation gerettet werden kann.
Félicités Versuch, bei Freunden und Verwandten Unterstützung zu finden, offenbart ihr eine zutiefst egoistische Gesellschaft. Ihr stabiles, wenn auch prekäres Leben steht auf der Kippe. Aber sie trifft auch auf Menschen, die ihr nicht sonderlich nahe standen und die sich nun als hilfreich und zugewandt entpuppen, unter ihnen Tabu, ein regelmäßiger Besucher der Bar, in der sie arbeitet. Als sie schließlich mit einem Teil des benötigten Geldes im Krankenhaus eintrifft erfährt sie, dass sie zu spät kommt. Samos Bein wurde bereits amputiert.
Nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus findet Samo nicht in sein altes Leben zurück, Félicité ist tief verzweifelt. Doch ausgerechnet die Freundschaft mit dem unberechenbaren Tabu hilft beiden, das Schicksal anzunehmen und Halt zum Weiterleben zu finden.

Nicht ohne uns!

nichtohneuns16 Kinder aus 15 Ländern in 5 Kontinenten erzählen aus ihrem Leben. Was sie vereint ist der Wunsch nach einer friedlichen Zukunft, in der die Natur erhalten bleibt. Der Film startet am 19.01.2017 im Kino.

Sigrid Klausmann hat in ihrem langen Dokumentarfilm die Geschichten zusammengefügt, die sie in ihren kurzen Filmen über “199 kleine Helden” von Kindern erfahren hat und die von ihren Nöten, Sorgen und Freuden erzählen. So kommen Kinder aus den reichen Ländern des Nordens ebenso zu Wort wie solche, die in indischen Slums oder der afrikanischen Wüste aufgewachsen sind bzw. Erfahrungen mit Krieg, Flucht und Gewalt machen mussten. So entsteht ein Bild von Kindern, die die universelle Sehnsucht nach Sicherheit und Frieden, Glück, Freundschaft und Liebe teilen. Sie eint die Ablehnung und die Angst vor Krieg und Gewalt. Und jedes einzelne dieser Kinder macht sich Sorgen um die Natur und die damit verbundene Zerstörung ihres direkten und indirekten Lebensraums. Weitere Informationen unter: www.farbfilm-verleih.de

Raving Iran

ravingiranAm 29.09.2016 startet der Film von Susanne Regina Meures (Schweiz 2016, 90 Min.) im Kino. Die Regisseurin erzählt in ihrem Dokumentarfilm von Arash und Anoosh, die begeistert von – im Iran verbotenen – Techno-Musik sind und davon träumen, einemal ganz von ihrer Musik leben zu können. Als DJs sind sie in der illegalen Underground-Techno-Szene von Teheran Helden. Unter ihrem Bandnamen Blade & Beard organisieren sie Konzerte mitten in der Wüste, leben jedoch in der Gefahr, von den Behörden gefangen genommen zu werden. Im Iran müssen Anwohner bereits beim Konsum von westlicher Musik mit elektrischen Klängen mit hohen Strafen und Haft rechnen, Anoosh wird sogar kurzzeitig verhaftet. Doch für Anoosh und Arash ist an das Aufhören gar nicht zu denken. In strengster Geheimhaltung halten sie ihre Raves in der Wüste ab, produzieren illegal ein Album und liefern sich ein ständiges Katz-und-Maus-Spiel mit den Behörden. Für sie ist es selbstverständlich, durch die Techno-Musik die Rebellion auszuleben. Überraschend werden sie eines Tages zur größten Technoparty der Welt, der Streetparade in Zürich, eingeladen. Nach langem Bangen erhalten sie schließlich ein 5-Tages-Visum und erleben vor Ort die Party ihres Lebens. Doch als die Abreise näher rückt, kommt auch die Ungewissheit bei ihrer möglichen Rückkehr immer näher in den Fokus. Werden sie die Schweiz verlassen und nach Teheran zurück reisen oder entscheiden sie sich für ein Leben fern des Irans? Weitere Information: www.ravingiran.com

Tagung und Zukunftswerkstatt zum Thema „Film, Flucht & Interkultur“

life-on-the-border_840x473Im Rahmen des Internationalen Festivals für junge Filmfans LUCAS veranstaltet das Deutsche Filminstitut und die Bundeszentrale für politische Bildung vom 21.-23.09.16 eine Tagung und Zukunftswerkstatt, die die Themen Film, Flucht und Interkultur als Zukunftsaufgabe von MedienpädagogInnen und FilmvermittlerInnen hervorhebt. Ausgehend von der Überzeugung, dass der Integrationsprozess nicht eingleisig sein kann, setzt die Tagung am Begriff Interkultur an den Mark Terkessidis in seinem Eröffnungsvortrag erläutert, und verfolgt den Anspruch, dass die interkulturelle Gesellschaft gemeinsam gestaltet und gelebt werden muss. WissenschaftlerInnen, AutorInnen und FilmvermittlerInnen mit und ohne Fluchterfahrung stellen ihre Positionen und Projekte vor. Weitere Informationen unter http://lucas-filmfestival.de/zukunftswerkstatt/

Fluchtgeschichten

THE GOOD LIEVom 04.08.-01.09.2016 widmet sich die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb im Rahmen der Open Air Kinonächten am Checkpoint Charlie in Berlin in diesem Jahr den unterschiedlichen Aspekten von Flucht: Krieg oder politische Verfolgung in den Herkunftsländern, die lebensgefährlichen Fluchtwege, das Ankommen und die vielfältigen Herausforderungen der Integration. Fünf Filme erzählen fünf Geschichten vom gewaltvollen Gesellschaftswandel in Afghanistan über unterschiedliche Fluchtwege, den Schwierigkeiten des Ankommens in einem fremden Land, Frustration, Unsicherheit, langwierigen Asylprozessen bis hin zu Zukunftsperspektiven und der eigenen hybriden Identität.  Unter anderem werden gezeigt "The Good Lie - Der Preis der Freiheit" von Philippe Falardeau und "Gestrandet" von Lisei Kaspers. Weitere Informationen zu diesem Programm unter www.bpb.de/veranstaltungen/format/festival/228612/open-air-kino-am-checkpoint-charlie

Fernweh

SerengetiSommerzeit ist Reisezeit. Rechtzeitig zu Beginn der schönsten Wochen des Jahres haben EZEF, baobab und die Fachstelle Filme für Eine Welt die Themen-DVD „Fernweh. Tourismus im Spannungsfeld von Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft“ herausgebracht, die verschiedene Facetten des Phänomens „Tourismus“ beleuchten.

Die sechs Filme greifen soziale, ökologische und ökonomische Aspekten von Tourismus auf. Sie befassen sich damit, wie zum Beispiel die Zukunft des Wintertourismus angesichts der Klimaerwärmung aussehen könnte („Peak“ (Dokumentarfilm 30 Min.) oder ob Slumtourismus ethisch vertretbar ist („Slumtourismus in Jakarta”, Dokumentarfilm, 9 Min.). Es geht aber auch darum, wie es um die Menschenrechte im Serengeti Nationalpark steht („Serengeti – kein Platz für Menschen?“, Dokumentarfilm, 30 Min.), wer von Volunteer-Tourismus in Ländern des globalen Südens profitiert („Voluntourismus“ Reportage, 9 Min.), ob Ökotourismus eine Alternative zum Massentourismus sein kann („Die Gans mit den goldenen Eiern. Tourismus an Costa Ricas Pazifikküste”, Dokumentarfilm, 30 Min.) und was BerlinerInnen zum boomenden Tourismus in ihrer Stadt sagen („Welcome, Goodbye”, Dokumentarfilm, 34 Min.) Der Kurzspielfilm „When I grow up I want to be a Tourist“ erzählt darüber hinaus von dem seltsamen Berufswunsch eines Jungen in Gambia. Tourismus-Werbespots über Indien und die Schweiz ergänzen die DVD, auf der es außerdem Begleitmaterialien und Arbeitsblättern auf der ROM-Ebene gibt.Die Themenvielfalt der DVD könnte auch dazu anregen, nicht nur unser eigenes Verhalten in der Fremde anders zu betrachten, sondern auch Fremde in der Heimat neu zu sehen. Nähere Informationen zu den einzelnen Titeln finden Sie in der Datenbank.

Urmila – für die Freiheit

urmilaDer Film “Urmila – für die Freiheit” startet am 26.05.2016 im Kino. Zum Auftakt begleiten die Protagonistin Urmila Chaudhary und die Regisseurin Susan Gluth den Film und stehen zum Gespräch zur Verfügung.
Urmila Chaudhary lebt 12 Jahr lang als Haussklavin in der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu, bevor sie befreit wird und in ihre Heimat im Süden des Landes zurückkehren kann. Die Regisseurin Susan Gluth hat Urmila über fünf Jahre begleitet und zeichnet in ihrem Film das Portrait einer jungen Frau, die sich als Aktivistin der Organisation „Freed Kamalari Development Forum“ (FKDF) heute selbst für die Befreiung von Mädchen und deren Rechte einsetzt. Bei ihrem Einsatz für Menschenrechte, mit dem sie mittlerweile auch international für Aufmerksamkeit sorgt, wird die Kraft der jungen Frau deutlich. Und doch sind auf ihrem Weg zu einem selbstbestimmten Leben die Dämonen der Vergangenheit ihre ständigen Begleiter. Weitere Informationen zu Kinoterminen unter: www.urmila-film.de

 

Deutscher Menschenrechtsfilmpreis

menschenrechtsfilmpreisZum 10. Mal wird im Frühjahr 2016 der Deutsche Menschenrechts-Filmpreis ausgeschrieben, die Ausschreibung startet im April 2016. Mit dem Deutschen Menschenrechts-Filmpreis sollen Filmemacherinnen und Filmemacher ermutigt werden, sich Menschenrechtsthemen zu widmen und Filme über Menschenrechtsverletzungen und gelingende Verteidigung der Menschenrechte als Teil zivilgesellschaftlichen Engagements wahrzunehmen. Ausgezeichnet werden herausragende Film- und Fernsehproduktionen, die Geschichte, Wirkung und Bedeutung der Allgemeinen Menschenrechte thematisieren. Filmemacherinnen und Filmemacher aus dem Profi- und Amateurbereich, sowie Studierende an Hochschulen sind aufgerufen, sich mit eeigenen Produktionen der Thematik anzunehmen. In allen Kategorien wird jeweils ein Preisträger ermittelt. Zusätzlich wird der Bildungspreis an den Film verliehen, der sich besonders für den Einsatz in der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit empfiehlt. Weitere Informationen unter www.menschenrechts-filmpreis.de

Premiere der Filmreihe “HIN und WEG 1″ über Flucht und Folgen

wuppertalAm 16.03.2016 findet um 19:30 Uhr die Premiere der Filmreihe “HIN und WEG 1″ mit Filmen zum Thema Flucht und Folgen im CinemaxX Wuppertal (Bundesallee 250) statt.

Die Filmreihe wird von geflüchteten und deutschen jungen Menschen aus Wuppertal mit Unterstützung von FilmemacherInnen des Medienprojekts Wuppertal produziert. Inhaltlich geht es in den Reportagen und Kurzspielfilmen um Flucht, Ankunft und das Zusammenleben der einheimischen Bevölkerung mit den Geflüchteten.

Die Filmproduktionen werden in diesem Jahr von zahlreichen Gruppen weiter fortgesetzt. Im Sommer und Herbst werden weitere Filme veröffentlicht. Die Filme werden auch auf dem Youtube-Kanal des Medienprojektes Wuppertal veröffentlicht und erscheinen im Herbst 2016 auf DVD. Weitere Informationen unter www.medienprojekt-wuppertal.de

Die Filme:

Der Dschungel der Flüchtlinge
Seit vielen Jahren gibt es in Calais an der französischen Küste vor England das illegale Flüchtlingscamp »Jungle« mit ca. 6.000 Flüchtlingen, die von hier versuchen, versteckt auf LKWs oder Schiffen nach England zu kommen. Nun wird das Camp geräumt, andere illegale Camps entstehen. Die Träume sterben zuletzt.

Eine etwas andere Kindheit
Zwei 13-jährige afghanische Jungen erzählen über die Entscheidung ihre Heimat zu verlassen und über die Flucht, die sie alleine auf sich genommen haben.

Abd Al & Malaz
Abd Al und Malaz sind als unbegleitete minderjährige Flüchtlinge aus Syrien nach Deutschland gekommen. In der Türkei trennten sie sich von ihrer Familie, um in Deutschland die Möglichkeit auf eine bessere Zukunft zu bekommen. Sie erzählen wie das Leben in Syrien bis zur Flucht war und was ihre Ziele in Deutschland sind.

Füreinander da sein
Eine aus dem syrischen Kurdistan geflüchtete Familie mit drei kleinen Kindern hat in Wuppertal eine deutsche Familie gefunden, die sie bei der Integration unterstützt. Dokumentation über ein selbstorganisiertes Familien-Paten Projekt, welches für beide Seiten ein Gewinn bedeutet.

Vom Untergang des Schlaraffenlandes
Die Einwohner des Schlaraffenlandes sind glücklich und zufrieden und feiern ein ewigwährendes Oktoberfest. Eines Tages jedoch fallen dunkle Schatten auf die Idylle: Vor dem Tor stehen fremdländische Menschen und begehren Einlass. Gibt es noch Hoffnung für die Schlaraffen? Ein Animationsfilm.

Eine Familie
Jean-Luc und Hussam leben zusammen mit weiteren unbegleiteten Flüchtlingsjugendlichen in einer Wuppertaler Wohngruppe. Jean-Luc kommt aus dem Togo, Hussam aus Syrien. Als Flüchtling gebrandmarkt erzählen sie uns von ihrem Leben heute und von dem, was in der Vergangenheit geschah.

Der einzige Weg
Zwei syrische Flüchtlinge erzählen von ihrer Flucht über die nordafrikanische Wüste und den Seeweg nach Deutschland.

Nachts laufe ich nach Syrien
Hafida und Ali waren Nachbarn in Syrien. Jetzt haben sie sich in Wuppertal wieder getroffen und versuchen einen Neustart.