Die Geister, die ich rief - Die Wege des Stahls

Anhand von drei Beispielen an drei Orten legt Filmemacherin Chiara Sambuchi die Folgewirkungen von Globalisierung und Ungleichgewichten des erdumspannenden industriellen Produktionsmodells von Stahl offen. Durch die größte Erzmine Carajas im Norden Brasiliens, wo Eisenerz gefördert wird, werden Kleinbauern wie Pixinga ohne rechtliche Grundlage von ihrem Land vertrieben. In Tarent im süditalienischen Apulien wird bis heute Stahl in großem Stil verarbeitet. Vor allem Kinder sind die Leidtragenden der dioxinverseuchten Luft, wie Kinderärztin Grazia anschaulich vermittelt. Der Landschaftspark Duisburg im nordrhein-westfälischen Ruhrgebiet, dem einstigen Zentrum der europäischen Stahlproduktion ist heute Naherholungsgebiet und ökologischer Schutzraum für bedrohte Arten, wie Parkmanager Egbert erklärt.
Anhand von Porträts von Betroffenen und AkteurInnen in Italien und Brasilien zeigt Sambuchi, welche Folgen die industrielle Entwicklung nach sich zieht. Unbarmherzig fordert die kapitalistische Logik der Konzerne in Brasilien und Italien Opfer von Mensch und Natur. Der Landschaftspark Duisburg, scheint hingegen wie aus der Zeit gefallen. Da ist kein Konzern mehr am Werk, sondern die öffentliche Hand sorgt für die dringend benötigte Erholung.

Länder/Kontinente (inhaltlich): Brasilien, Deutschland, Italien
Produktionsjahr2019
ProduktionslandDeutschland, Italien
Ziel-/Altersguppeab 15 Jahren
FormateDVD, online
Länge60 Minuten
BuchChiara Sambuchi
RegieChiara Sambuchi
KameraPaolo Pisacane, Ralf Klingelhöfer
TonFrancesco Guernaccia, Victor Kato, Matthias Kreitschmann
MusikHenning Thielke
SchnittSimone Veneroso
ProduktionTV Plus Productions
GenreDokumentarfilm
SprachfassungOmU