La Yuma

Die 18jährige Yuma ist fröhlich, lebenshungrig und rebellisch. Mit ihren zwei Geschwistern lebt sie in einem armen Viertel von Managua, der Hauptstadt Nicaraguas. Doch immer nur mit ihren Freunden rumzuhängen ödet sie an. Ihre Abneigung gegenüber ihrem Stiefvater beruht auf Gegenseitigkeit – und auch dies macht das Leben nicht einfacher.
Erfolg als Sportlerin zu haben, sieht Yuma deshalb als einzige Chance, diesem schwierigen Milieu zu entkommen, wo sich die verschiedenen Banden um die Kontrolle über die Straßen streiten. Bei Yader, einem Freund der den Absprung aus der Culebra-Gang schon geschafft hat, beginnt sie mit dem Box-Training. Sie hat eine große Wut im Bauch und kann diese beim Training zumindest teilweise abreagieren. Ihre physische Stärke verschafft ihr Respekt. Schon bald wird sie von dem einst erfolgreichen Boxer Polvorita trainiert, der ihr Talent erkennt und sie fördert.
Als sie ihren jüngeren Bruder dabei beobachtet, wie er jemanden beklaut, beschließt sie, dem Bestohlenen sein Eigentum zurückzugeben. So lernt sie Ernesto kennen, einen Journalismus-Studenten aus gutem Hause. Ihre schroffe und direkte Art imponiert ihm sehr. Die beiden verlieben sich. Doch ihre unterschiedliche Herkunft macht ihnen schon bald zu schaffen. Und als Yumas Freunde von den Culebras einen Raubüberfall starten gerät so ziemlich alles außer Kontrolle.

Der Kampf einer jungen Frau um ihren eigenen Weg im Leben. LA YUMA ist der erste nicaraguanische Spielfilm seit zwanzig Jahren: Eine kraftvolle Lebens- und eine zarte Liebesgeschichte. Yuma ist jung, fröhlich und lebenshungrig. Doch das Milieu, in dem sie aufgewachsen ist, bietet ihr wenig Perspektiven. Nur als erfolgreiche Sportlerin hat sie eine Chance, den Armenvierteln von Managua zu entkommen, wo sich die Gangs um die Kontrolle über die Straßen streiten. Sie kämpft sich nach oben. Beim Training lernt sie den berühmten Betreuer und einst erfolgreichen Boxer Polvorita kennen, der ihr Talent erkennt und sie fördern will.
Dann begegnet ihr auch noch Ernesto, ein junger Journalismus-Student, den sie vor einem Raubüberfall rettet. Ihr Leben erfährt eine plötzliche Wendung. Für Yuma eröffnet sich eine völlig neue Welt - mit anderer Musik und einem anderen Lebensgefühl. Eine Liebesgeschichte beginnt, und auch Ernesto muss sich mit einer anderen Lebensrealität beschäftigen. Doch der Chef von Yumas ehemaliger Gang ist eifersüchtig und sinnt auf Rache. Die Liebe zwischen dem Mädchen aus der Unterschicht und dem jungen Mann aus der Mittelklasse wird auf eine harte Probe gestellt.
Florence Jaugey verknüpft in ihrem ersten Spielfilm gekonnt realistischen Hintergrund mit der spannenden Geschichte um eine junge Frau, die sich ihren Platz in der Gesellschaft erkämpft. Yuma ist Rebellin im Ring und im Leben, sie boxt sich nicht nur in ihre eigene Zukunft, sondern muss auch für das Überleben ihrer Geschwister sorgen. Und doch könnte die soziale Kluft zwischen ihr und Ernesto zu groß sein. Schafft sie auch diesen Sprung oder droht hier ein Knock-out?
Erzählung und Musik schlagen im Rhythmus der temperamentvollen jungen Frau, die sich von nichts und niemandem von ihrem Weg abbringen lässt, auch dann nicht, als sie von ihrem Umfeld – von ihrer Herkunft – ausgebremst wird. Humorvolle Tupfer setzt Jaugey immer wieder mit den schillernden Figuren, die sie um die Protagonistin versammelt. Das hoffnungsvolle Ende mündet in einer herrlichen Zirkusszene, die zum Träumen einlädt. Näher beim Neorealismus als bei „Rocky“, ist LA YUMA in einem Land mit turbulenter Geschichte verankert, das man kaum mehr wahrnimmt, nachdem es aus den Schlagzeilen verschwunden ist. Es ist dies der erste Spielfilm, der seit zwanzig Jahren in Nicaragua entstehen konnte und die Realisierung des Projekts hat sich über zehn Jahre hingezogen. Den Kampfeswillen hat die Regisseurin also mit ihrer Hauptfigur gemein und man spürt, dass es ihr ein Anliegen ist, einem Land ohne eigene Bilder, ohne eigentliche Filmindustrie, ein visuelles Gesicht zu geben. Eine große Entdeckung ist die 18jährige Alma Blanco als Yuma in ihrer ersten Filmrolle.

Länder/Kontinente (inhaltlich): Mittelamerika, Nicaragua
Produktionsjahr2010
ProduktionslandNicaragua
Ziel-/Altersguppeab 12 Jahren
FormateDVD
Länge87 Minuten
BuchFlorence Jaugey
RegieFlorence Jaugey
KameraFrank Pineda
TonArsenio Cadeno, Julio Molina
MusikRodrigo Barberá
SchnittMario Sandoval
DarstellerAlma Blanco, Gabriel Benavides, Rigoberto Mayorga, Guillermo “Polvorita” Martinez, Sobeyda Téllez u.a.
ProduktionCAMILA FILMS, Managua In Koproduktion mit IVANIA FILMS, WANDA VISION, ARAPROD
GenreSpielfilm
SprachfassungOmU