„Made in Bangladesh“: DVD für die Bildungsarbeit

Der Spielfilm „Made in Bangladesh“ von Rubaiyat Hossain (Frankreich, Bangladesch, Dänemark, Portugal, 2019, 95 Min. OmU) steht jetzt als DVD für die Bildungsarbeit zur Verfügung. Erzählt wird die Geschichte der jungen Textilarbeiterin Shimu, die trotz großer Widerstände seitens ihres Arbeitgebers den Mut fasst, eine Gewerkschaft zu gründen. Auch ihr Mann fühlt sich durch das zunehmende Selbstvertrauen Shimus bedroht und versucht, sie in religiös-patriarchale Schranken zu verweisen. Doch Shimu, deren Geschichte die Regisseurin nach der wahren Lebensgeschichte einer Gewerkschafterin aus Bangladeshs Hauptstadt Dhaka geformt hat, verfolgt mit Unterstützung ihrer Kolleginnen weiter ihren Weg. Der Film steht bei den Evangelischen Medienzentralen im Verleih zur Verfügung und kann bei EZEF gekauft werden.

Augenblicke Afrika

Vom 04.-14.11.2021 findet das Afrikanische Filmfestival in Hamburg statt. Das Programm stellt in Kurz- Dokumentar- und Spielfilmen aktuelle Zustandsbeschreibungen afrikanischer RegisseurInnen vor und setzt sich mit der Präsenz afrikanischer Kulturen in Europa auseinander. Im Programm der neue Spielfilm „The Man who Sold his Skin“ der tunesischen Regisseurin Kaouther Ben Hania über einen Syrer, der als „Kunstwerk“ die Reisefreiheit genießt, die ihm als Flüchtling nicht gestattet sind. Peter Heller vertieft im Filmgespräch am 14.11.21 seine Auseinandersetzung mit Kunsthandel, Kunstraub und der Rolle von Artefakten im afrikanischen Kontext, die er in seinem Film „Verkaufte Götter“ aufgenommen hat. Nähere Informationen hier …

Startfoto aus dem Film: „Verkaufte Götter“ von Peter Heller

18. Afrika Filmfestival Köln

Vom 16.-26.09.2021 findet das Afrika Filmfestival Köln mit bewährter vielseitiger Auswahl an aktuellem Filmschaffen aus Ländern Afrikas statt. Mehr als 70 ausgewählten Filme, Diskussionen mit afrikanischen Gästen im Kinosaal, Workshops, Schulvorführungen, Live-Musik, persönliche Begegnungen im Kinofoyer sowie Angeboten von Virtual Reality Produktionen und Video-Serien in den Festival-Cafés stehen auf dem Programm. Endlich wieder als reale Veranstaltung begeistern sich die VeranstalterInnen im Programmheft: Voller Optimismus und cineastischem Tatendrang freuen wir uns darauf, gemäß der südafrikanischen Lebensweisheit: „Wende Dich der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter Dich!“ Das ausführliche Programm gibt es unter: https://afrikafilmfestivalkoeln.de/start
Eine kleine Auswahl an Filmklassikern ist auch im onlienangebot zu sehen.

„NOW!“

Am 26. 08. 2021 startet „NOW!“, das Film-Debüt des Fotografen Jim Rakete (Deutschland 2020, 79 Min.) im Kino. Der Dokumentarfilm beschäftigt sich mit dem Kampf der jungen Generation für eine bessere und nachhaltige Welt. Junge KlimaaktivistInnen von Organisationen wie „Extinction Rebellion“, „Youth v Gov“, „Ende Gelände“, „Plant for the Planet“ und „Fridays for Future“ kommen ausführlich zu Wort und stellen, unterstützt von ExpertInnen Konzepte für zukunftsorientiertes Handeln vor. Jim Rakete stellt sie in dem Raum vor, in dem sie authentisch über ihre Motivation zum Handeln erzählen und Erkenntnisse vermitteln können. Auch Handelnde aus Raketes Generation, wie Filmemacher Wim Wenders und Musikerin Patti Smith kommen zu Wort und bestätigen den Wunsch nach generationsübergreifendem Handeln.

Weitere Informationen: https://www.wfilm.de/de/now/

„Homo Communis“: Kinostart am 08.07.21

Der Dokumentarfilm „Homo Communis – Wir für alle“ von Carmen Eckhardt (Deutschland 2021, 97 Min.) wirft ein Licht auf einen möglichen Paradigmenwechsel. Im Mittelpunkt stehen Menschen, die neue Kommunikationsformen, Produktionsweisen und Regeln entwickeln, weg von Hyper-Konsum, Hyper-Individualismus und Umweltzerstörung: Eine Kooperative in Venezuela, Solidarische Landwirtschaft, ein Denk Netz, Geburtsvorbereitung und Sterbebegleitung, tatkräftiger Protest im Rheinland, eine Utopiastadt im urbanen Raum, UnternehmerInnen und AktivistInnen mit neuen Ideen, Orte an denen sich Menschen gegen den Ausverkauf ihrer persönlichen Lebensbereiche zusammenfinden. Dabei ist Gemeinsinn die große Herausforderung, indem individuelle Freiheit und Bedürfnisse mit den Erfordernissen der Gemeinschaft ausbalanciert werden. Es ist ein fortdauernder Prozess zu lernen, wie gemeinsam Neues entstehen kann.

„Made in Bangladesh“: Kinostart im Mai

Wenn die Kinos endlich wieder öffnen können, dann steht hoffentlich auch dem Filmstart des Spielfilms „Made in Bangladesh“ von Rubayiat Hossain nichts mehr im Wege, der für Mai angekündigt ist. Der Film (Frankreich, Bangladesch, Dänemark, Portugal 2019, 95 Min., OmU) erzählt von der 23-jährigen Shimu, die in einer Textilfabrik in Dhaka, der Hauptstadt Bangladeschs, arbeitet. Nachdem bei einem Feuer eine Kollegin ums Leben kommt, ist sie bereit, in ihrer Fabrik die Gründung einer Gewerkschaft in Angriff zu nehmen. Trotz der Drohungen der Fabrikleitung, die hohen bürokratischen Hürden, die ihr in den Weg gelegt werden, und nicht zuletzt gegen den wachsenden Druck ihres Ehemannes, der sie in die traditionell und religiös legitimierten Schranken verweisen will, ist sie mutig entschlossen, den Kampf um ihre Rechte aufzunehmen.

Rubaiyat Hossain, eine der wenigen Filmemacherinnen in Bangladesch, hat sich schon in ihren vorhergehenden Filmen mit der Situation von Frauen in Bangladesch auseinandergesetzt. Während ihrer Recherchen zur Situation von Frauen in der Textilindustrie lernt sie die Arbeiterin und Gewerkschaftspräsidentin Daliya Sikder kennen. Beeindruckt von ihrem mutigen Kampf baute sie die Handlung ihres Spielfilms auf deren Erlebnissen auf.

„Made in Bangladesh“ ist nicht nur die spannungsreiche Geschichte einer jungen Frau, die sich beherzt und schließlich erfolgreich für sich und ihre Kolleginnen einsetzt, sondern er führt, filmisch verdichtet, auch die Lebens- und Arbeitsbedingungen von den mehr als drei Millionen Frauen in Bangladesch vor Augen, die in der Textil- und Modeindustrie arbeiten. Nicht zuletzt durch die aktuelle Diskussion über ein Lieferkettengesetz und die Klagen der Modebranche auch hierzulande ist dieser Film von hoher Aktualität.

Der Filmstart wird von der Kampagne für Saubere Kleidung, Future Fashion, Brot für die Welt und deab (Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg) unterstützt. Im Herbst steht der Film dann auch als DVD für die Bildungsarbeit zur Verfügung. Nähere Informationen unter www.ezef.de

„Silence Radio“: ab 15.04.21 Filmstart als Kino on Demand

Der Dokumentarfilm von Juliana Fanjul (Schweiz, Mexiko 2019, 78 Min.) begleitet die Journalistin und Radiomoderatorin Carmen Aristegui in ihrem Kampf um Meinungs- und Pressefreiheit. Nach der Enthüllung eines Korruptionsfalls um den früheren mexikanischen Präsidenten Enrique Peña Nieto erhält sie Morddrohungen, sie und ihr Team werden auf Druck der Regierung von MVS-Radiosender entlassen und angeklagt. Doch Carmen Aristegui gibt nicht auf.  Sie gründet eine eigene Nachrichtenplattform und setzt ihren Kampf eine freie Presse und gegen Fake News fort. Sie sagt: „Die Angst darf nicht siegen. Wir dürfen keinen Raum fürs Schweigen lassen.

Da ein regulärer Kinostart zur Zeit nicht möglich, findet dieser als Kino on Demand statt:

SILENCE RADIO TICKETS für das digitale Heimkino erhalten Sie hier:

Premierenfilmgespräch mit Regisseurin Juliana Fanjul und Carmen Aristegui am 15.April um 20.30 Uhr im Kino des DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum.
Live-Stream
Über Cinemalovers und dem YouTube Kanal vom Deutschen Filmmuseum und jip film und verleih. Das Filmgespräch findet auf Spanisch und Deutsch statt. 

Weitere Informationen zum Film unter https://jip-film.de/silence-radio

FilmCafé Global V: Filme in der Kampagnenarbeit

Der letzte Online-Workshop der Reihe FilmCafé Global findet am 14.04.2021, 16:00-17:30 Uhr statt.

Gegen Kinderarbeit und Ausbeutung, für faire Textilproduktion, nachhaltige Handys und ein Lieferkettengesetz – Kampagnen widmen sich verschiedenen Themen. Filme können dabei eine wichtige Rolle spielen – Stichwort Story-Telling -, um viele Menschen für die Anliegen und Themen einer Kampagne zu sensibilisieren und für eine Unterstützung zu motivieren und zu gewinnen.

In diesem Workshop geht es um die Handy-Aktion und die Kampagne Saubere Kleidung. Welche Filme stehen zur Verfügung, wie können sie eingesetzt werden und was ist zu beachten? Welche Filme empfehlen sich außerdem für aktuelle Themen wie Rohstoffgerechtigkeit bei Digitalisierung und Handyproduktion?

Anmeldung bis zum 13.04.2021 hier …

Organisation und Umsetzung: Katja Breyer (MÖWE), Ralf Häusler (ZEP), Cathy Plato (Ndwenga Verein) und Bernd Wolpert (EZEF)

Foto aus dem Film: „Digital Africa – Ein Kontinet erfindet sich neu“ von Elke Sasse und Bettina Haasen

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Der Workshop ist Teil einer Reihe, in der es darum geht, Einsatzmöglichkeiten von Filmen im Globalen Lernen vorzustellen, Tipps und Tricks zu geben und Methoden der medienpädagogischen Begleitung aufzuzeigen.

Die Reihe wird durchgeführt und unterstützt von Katja Breyer (Amt für Mission, Ökumene und kirchliche Weltverantwortung der Ev. Kirche von Westfalen), Imke Frerichs (Diakonie Schleswig Holstein), Irina Grassmann (Ev. Medienzentrale Frankfurt), Ralf Häussler (Zentrum für entwicklungsbezogene Bildung, ZEB), Albrecht Hoffmann (Netzwerk politikatelier e.V.), Bernd Wolpert (EZEF), Bettina Kocher (Büro für Kultur- und Medienprojekte)

FilmCafé Global IV: online-Workshop 24.03.2021

Wie konzipiere ich ein Festival? Welche PartnerInnen gibt es? Und: Welche Vorteile bieten Kinoabende mit anschließenden Diskussionen?
Diese und weitere Fragen stehen im Mittelpunkt des 4. FilmCafé Global mit Albrecht W. Hoffmann, Koordinator der Bonner Filmfair, und Vincent Bresser, Betreiber des WOKI-Kinos in Bonn. Die TeilnehmerInnen sind herzlich zum Gespräch eingeladen.
Organisation und Umsetzung: Albrecht Hoffmann und Lisa Stroetmann (Netzwerk politik|atelier e.V.)
Weitere Informationen und Anmeldung hier …

Foto: Der Vorführer von Shaheen Dill-Riaz

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Der Workshop ist Teil einer Reihe, in der es darum geht, Einsatzmöglichkeiten von Filmen im Globalen Lernen vorzustellen, Tipps und Tricks zu geben und Methoden der medienpädagogischen Begleitung aufzuzeigen.

Die Reihe wird durchgeführt und unterstützt von Katja Breyer (Amt für Mission, Ökumene und kirchliche Weltverantwortung der Ev. Kirche von Westfalen), Imke Frerichs (Diakonie Schleswig Holstein), Irina Grassmann (Ev. Medienzentrale Frankfurt), Ralf Häussler (Zentrum für entwicklungsbezogene Bildung, ZEB), Albrecht Hoffmann (Netzwerk politikatelier e.V.), Bernd Wolpert (EZEF) und Bettina Kocher (Büro für Kultur- und Medienprojekte)

FilmCafé Global III: online-Workshop 03.03.2021

„Film ab – online!“ Wie geht das?
Mittwoch, den 03.03.2021 16.00-17.30 Uhr
Immer mehr Filme stehen mittlerweile online zur Verfügung (und durch Corona ist diese Möglichkeit vermehrt gefragt). Doch nicht alles, was verfügbar ist, darf auch in der Bildungsarbeit eingesetzt werden. Welche rechtlichen und organisatorischen Fragen müssen geklärt werden, bevor man seiner Zielgruppe Filme online zur Verfügung stellen kann

Weitere Informationen und Anmeldung