FilmCafé Global IV: online-Workshop 24.03.2021

Wie konzipiere ich ein Festival? Welche PartnerInnen gibt es? Und: Welche Vorteile bieten Kinoabende mit anschließenden Diskussionen?
Diese und weitere Fragen stehen im Mittelpunkt des 4. FilmCafé Global mit Albrecht W. Hoffmann, Koordinator der Bonner Filmfair, und Vincent Bresser, Betreiber des WOKI-Kinos in Bonn. Die TeilnehmerInnen sind herzlich zum Gespräch eingeladen.
Organisation und Umsetzung: Albrecht Hoffmann und Lisa Stroetmann (Netzwerk politik|atelier e.V.)
Weitere Informationen und Anmeldung hier …

Foto: Der Vorführer von Shaheen Dill-Riaz

_________________________________________________________
Der Workshop ist Teil einer Reihe, in der es darum geht, Einsatzmöglichkeiten von Filmen im Globalen Lernen vorzustellen, Tipps und Tricks zu geben und Methoden der medienpädagogischen Begleitung aufzuzeigen.

Die Reihe wird durchgeführt und unterstützt von Katja Breyer (Amt für Mission, Ökumene und kirchliche Weltverantwortung der Ev. Kirche von Westfalen), Imke Frerichs (Diakonie Schleswig Holstein), Irina Grassmann (Ev. Medienzentrale Frankfurt), Ralf Häussler (Zentrum für entwicklungsbezogene Bildung, ZEB), Albrecht Hoffmann (Netzwerk politikatelier e.V.), Bernd Wolpert (EZEF) und Bettina Kocher (Büro für Kultur- und Medienprojekte)

FilmCafé Global III: online-Workshop 03.03.2021

„Film ab – online!“ Wie geht das?
Mittwoch, den 03.03.2021 16.00-17.30 Uhr
Immer mehr Filme stehen mittlerweile online zur Verfügung (und durch Corona ist diese Möglichkeit vermehrt gefragt). Doch nicht alles, was verfügbar ist, darf auch in der Bildungsarbeit eingesetzt werden. Welche rechtlichen und organisatorischen Fragen müssen geklärt werden, bevor man seiner Zielgruppe Filme online zur Verfügung stellen kann

Weitere Informationen und Anmeldung

Filmcafé Global: Online-Workshop II am 23.02.21

Das Angebot umfasst praktische Themen, wie Filmbeschaffung, rechtliche Fragen und den Einsatz von online-Medien ebenso, wie die Einbindung von Filmen in der Kampagnenarbeit und der Organisation vom Filmevent bis zum Festival.

Workshop 2: Für Oskar, Nele und Rico: Wenn Filme Schule machen! Gute Beispiele und Austausch
Am 23.02.2021, 16:00-17:30 Uhr

Entwicklungspolitische Filme nehmen die ZuschauerInnen mit in ferne Länder, andere Kulturen und ermöglichen Begegnungen mit unbekannten Themen und Welten. Sie berühren, lassen Fragen aufkommen oder irritieren zuweilen. Darin steckt ein großes Potenzial, um sich entwicklungspolitischen Themen anzunähern. Doch wie lassen sich Filme passend in den schulischen oder außerschulischen Unterricht einbetten? Wie lassen sich Mensch gut motivieren, die bislang wenig Berührung mit diesen Themen hatten? Welche Filme sind geeignet, welche Vor- und Nachbereitung ist notwendig und wie gelangen die Zielgruppen in eine produktive Auseinandersetzung mit den präsentierten Themen? Anhand von Filmbeispiele zum Thema Klimagerechtigkeit werden diese Themen in Gruppen bearbeitet und anschließend Tipps und Anregungen gegeben, wie Filme in der Bildungsarbeit eingesetzt werden können.

Die Workshopreihe ist eine Kooperation von: Evangelische Kirche Westfalen Amt für MÖWe, Evangelische Medienzentrale Frankfurt, EZEF, ZEB, Diakonie Schleswig-Holstein, Netzwerk PolitikAtelier e.V., Büro für Kultur- und Medienprojekte

Weitere Informationen und Anmeldung:

FilmCafé Global: online-Gespräche

Von Januar bis April 2021 finden 5 Online-Workshops zu den vielfältigen Möglichkeiten, Filme im Globalen Lernen zu zeigen, statt.

Das Angebot umfasst praktische Themen, wie Filmbeschaffung, rechtliche Fragen und den Einsatz von online-Medien ebenso, wie die Einbindung von Filmen in der Kampagnenarbeit und der Organisation vom Filmevent bis zum Festival.
Der 1. Workshop „Film ab! – Der Einsatz von Filmen im Globalen Lernen“ findet am Donnerstag, 28.01.2021 von 16:00-17:30 Uhr statt.
Dabei geht es Im Gespräch mit dem Medienpädagogen Holger Twele darum, welche Rolle Filmen im Globalen Lernen zukommt und welches Potential sie, verglichen mit anderen Vermittlungsformen, bieten. Wenn es um Themen geht, die sich unserer direkten Anschauung entziehen, können Filmen Brücken bauen zu den Erlebnis- und Erfahrungswelten von Menschen in anderen sozialen und kulturellen Kontexten ebenso, wie dem Prozess der Annäherung, der Grenzüberschreitung und des empathischen Verstehens. Zur Einstimmung erhalten die TeilnehmerInnen mit ihrer Anmeldebestätigung einen Link zu dem Animationsfilm „Eine Giraffe im Regen“ von Pascale Hecquet, der in 12 Minuten und ohne Worte, komplexe Themen wie Flucht, Exil, Ankommen in einem fremden Land nicht nur für Kinder aufgreift und zum Nachdenken anregt. Während des Vortrags werden mit kurzen Filmausschnitten verschiedene filmische Formen und Formate vorgestellt, die einen Eindruck von der konkreten Einbindung von Filmen in die Bildungsarbeit geben.
In Abstimmung mit den Interessen der TeilnehmerInnen geht es um Fragen der praktischen Umsetzung beim Einsatz von Filmen – im Unterricht, in der Jugendarbeit, in der Gemeinde, in der Erwachsenenbildung.

  • Welche Filme stehen mit welchen Rechten zur Verfügung?
  • Wo können sie ausgeliehen werden?
  • Welche technischen Voraussetzungen müssen erfüllt sein?
  • Urbeerrecht: was muss ich beachten?

Die Gesprächsreihe ist eine Kooperation von: Evangelische Kirche Westfalen Amt für MÖWe, Evangelische Medienzentrale Frankfurt, EZEF, ZEB, Diakonie Schleswig-Holstein, Netzwerk PolitikAtelier e.V., Büro für Kultur- und Medienprojekte

Nähere Informationen zu den Inhalten der 5 Gesprächseinheiten und links zur Anmeldung zu den ZOOM-Meetings finden Sie in der pdf-Datei.

Bild: „Eine Giraffe im Regen“ von Pascale Hecquet

Deutscher Menschenrechtsfilmpreis 2020 für „Sama“

Mit dem deutschen Menschenrechtfilmpreis 2020 in der Kategorie Langfilm wird „Für Sama“ von Waad al-Khateab und Edward Watts (Großbritannien 2019, 95 Min.) ausgezeichnet. In ihrem Film erzählt die syrische Regisseurin ihre sehr persönliche Geschichte in Aleppo: Von den Aufständen in der syrischen Stadt über die Liebe zu ihrem Mann Hamza, die Hochzeit und die Geburt ihrer Tochter Sama, all das unter den katastrophalen Bedingungen des Krieges. Mit ihren Bildern ermöglicht Waad al-Khateab Eindrücke von Verlust, Freude und Überleben. Und es stellt sich ihr immer wieder die Frage, ob sie die Stadt verlassen soll, um das Leben ihrer Tochter zu schützen. In der Begründung der Jury heißt es: „’Für Sama‘ ist ein zeithistorisch enorm wichtiger, politisch außerordentlich relevanter und hochemotionaler Dokumentarfilm voller Wahrhaftigkeit und Menschlichkeit, der durch den langen Atem des Regieduos Stellung bezieht, in jeder Minute berührt und zutiefst aufrüttelt.“
Ausgezeichnet wurden in der Kategorie Kurzfilm „Die Tochter von …“ von Joakim Demmer, Verena Kuri und Chiara Minchio (2019, 28 Min.) aus der 3sat-Reihe „Ab 18!“ Als Micaela drei Jahre war, wurde ihre Mutter entführt. In Argentinien gilt der Fall Marita Verón als Politikum. Die junge Frau war von Menschenhändlern auf offener Straße verschleppt worden und ist bis heute verschwunden. Ihre Tochter war, angetrieben von der kämpferischen Großmutter, von klein an auf der Suche nach ihrer Mutter. Mit 19 Jahren lebt Micaela erstmals allein und ohne Polizeischutz. Aber wie lebt man, wenn man in der Öffentlichkeit noch immer „die Tochter von …“ ist? In der Jurybegründung heißt es: „Hier erzählt eine suchende, starke Persönlichkeit ihre eigene Geschichte und von den politischen Bewegungen ihres Landes Argentinien. Von Unterdrückung und von Aufbruch, von der Lücke und Entbehrung und von Hoffnung. Der Film berührt uns, weil er uns verdeutlicht, wie wichtig es ist, unseren eigenen Weg mit Mut und Willenskraft zu gehen, seien die Umstände noch so schwer.“

Die Preisverleihung findet am 05.12.2020 als Livestream statt https://www.menschenrechts-filmpreis.de/preisverleihung/

Filmpreis Globale Perspektiven 2020 + Online Workshops

Mit dem Filmpreis Globale Perspektiven werden Filme ausgezeichnet, die ZuschauerInnen für Probleme in Ländern des globalen Südens sensibilisieren, die aber auch Ansätze zur Veränderung aufzeigen und einen Perspektivwechsel ermöglichen. Die Jury hat außerdem die Aufgabe Filme für die Bildungsarbeit zu empfehlen. Der 1. Preis geht an Aboozar Amini für seinen Dokumentarfilm „Kabul, City in the Wind“. Die Preisverleihung findet unter den gegebenen Umständen als livestream statt. Weitere Informationen zu den Preisträgern und Anmeldung zur Preisverleihung. bei der Evangelischen Akademie Frankfurt

Im Rahmen der Preisverleihung finden 2 Online Workshops statt:

Wie kann das Unerzählbare erzählbar werden?
Gespräch mit Monika Borgmann (Filmemacherin) und Katja Maurer (Medico international)
Mittwoch, 11. November 2020, 19.00–20.30 Uhr, Onlineworkshop Anmeldung Evangelische Akademie Frankfurt

Bilder von Krieg, Flucht und Vertreibung erreichen uns täglich über unterschiedliche Medien. Doch welcher Bilder bedarf es, um über das Faktische hinaus Lebenswirklichkeiten nachvollziehbar zu machen, die sich unserer Alltagserfahrung entziehen? Anhand von Filmausschnitten geht es in diesem Onlineworkshop um die Frage nach der Darstellung des Unsagbaren, um die Verantwortung gegenüber den Protagonist/innen bei der Auseinandersetzung mit traumatischen Ereignissen und um die Bedeutung des Blicks in die Vergangenheit für die Verortung in unserem Heute.

Neue Player in der Eine-Welt-Berichterstattung
Gespräch mit Daniel Debray (Unicef), Christian Frevel (Adveniat) und Georg Thünemann (Miseror)
Donnerstag, 12. November 2020, 19.00–20.30 Uhr, Onlineworkshop Anmeldung Evangelische Akademie Frankfurt

Influencer/innen sind dabei, Afrika und andere Länder des globalen Südens für sich zu entdecken: Sie besuchen Slums, werben um Spenden für große Hilfswerke und setzen ihre virtuelle Prominenz dafür ein, ihre Follower/innen auf Armut und Ungerechtigkeit hinzuweisen. Dieser Onlineworkshop geht der Frage nach, wie sich durch diese neuen Zugänge der öffentlichen Kommunikation die Wahrnehmung vor allem von jungen Menschen gegenüber Themen des globalen Südens verändert.

Die Workshops stehen im Youtube-Kanal der Evangelischen Akademie Frankfurt weiterhin zur Verfügung.

„Youth Unstoppable“: Im Kino

Am 26.11.2020 startet der BJF den Film „Youth Unstoppable – Der Aufstieg der globalen Jugend-Klimabewegung“ von Slater Jewell-Kemker (Kanada 2020, 88 Min.) im Kino. Es ist das erste Mal, dass der Bundesverband Jugend und Film, der in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen feiern kann und für die Herausgabe und Begleitung ausgezeichneter Filme für die Kinder und Jugendliche steht, einen Film auch im Kino zugänglich macht. Ab Dezember steht der Film dann auch im BJF-Programm zur Verfügung. Über den Film: Die kanadische Filmemacherin Slater Jewell-Kemker begann als Fünfzehnjährige, sich in der weltweiten Jugendbewegung gegen den Klimawandel zu engagieren. Zwölf Jahre lang begleitet sie die weltweit wachsende Jugend­bewegung, deren Entstehen sie mitgestaltet und für die sie zusammen mit vielen anderen kämpft. Sie ist Teil des Protests, den sie mit ihrer Kamera und mit ihrer Stimme begleitet und kommentiert. Sie nimmt Teil an den Konferenzen in Brasilien, Dänemark, Polen, spürt die Aufbruchstimmung mit Obama und Al Gore in Paris 2015 und die Enttäuschung über Trump, der drei Jahre später droht, das Pariser Klimaabkommen zu kündigen. Aber dann löst Greta Thunberg mit ihrem Schulstreik eine weltweite Massenbewegung der Jugendlichen aus. Vision Kino hat pädagogisches Begleitmaterial zu diesem Film herausgegeben.

Material für die Bildungsarbeit

Das ZDF stellt kurze Dokumentationen und Animationen unter einer freien Lizenz online. Die Inhalte können von jedem genutzt und weiterverbreitet werden, ohne die Erlaubnis des ZDF einholen zu müssen. Den Auftakt machen 50 Produktionen der Reihe „Terra X“ – darunter 6 kurze Clips zum Thema „Klima/Klimawandel“. Das Material steht als offene Bildungsressource (OER) unter einer „Creative Commons“-Lizenz mit den Bedingungen „BY“ und gegebenfalls „SHARE ALIKE“. Bei der Nutzung des Materials muss der Urheber (ZDF oder Terra X) genannt werden muss. Weitere Informationen zu Inhalten und Rechten in der ZDF-Mediathek

Deutscher Menschenrechtsfilmpreis 2020

Bis zum 31.07.2020 können noch Beiträge zum Deutschen Menschenrechts-Filmpreis in der Kategorie Non Professional für Schulklassen und Amateure eingereicht werden. Gefragt sind Schulklassen, Jugend- oder Erwachsenengruppen, die in den Jahren 2018-2020 einen Videofilm zu einer menschenrechtlichen Thematik hergestellt haben. Die Kategorie „Non Professional“ ist – adäquat zu allen anderen Kategorien – mit 2.500 € dotiert. Der Preis wird am 5. Dezember in Nürnberg verliehen.

Infos und Einreichung: https://www.menschenrechts-filmpreis.de/anmeldung/
Einreichungen sind auch möglich über die Amateur-Festival-Plattform: https://www.filmfestivals4u.net/

„Sarita“: Kinostart am 20.06.2020

1990 wurde ein Sechstel der bhutanischen Bevölkerung ins Exil geschickt, weil sie ihren Monarchen lediglich um demokratische Rechte bat. Die 13-jährige Sarita wurde in einem Flüchtlingslager in Nepal, in dem mehr als 100.000 bhutanische Flüchtlinge leben, geboren. Jetzt sehen sich Tausende Familien gezwungen, auszuwandern. In seinem Film begleitet Sergio Basso (Italien Deutschland 2019, 89 Min.) Sarita durch ihren Alltag. Mit ihren unbequemen Fragen über ihre Herkunft und die Gründe ihrer Flucht bringt sie die Älteren, die sich scheinbar angefunden haben, nicht selten in Erklärungsnot. Musik- und Tanzszenen à la Bollywood erzählen auf einer zweiten Ebene von der Lebenslust aber auch dem Tatendrang der jungen Generation, ihr Schicksal nicht länger als gegeben hinzunehmen.

Dem Film, einer Mischung aus Musical und Dokumentation, geht eine zehnjährige Recherche von Regisseur Sergio Basso voraus. Neben den Bewohnern des Camps sprach er mit vielen Organisationen und Politikern über die Flüchtlinge und die Beziehungen zu Bhutan, eines weitgehend vergessenen Themas. Als er bei einem seiner vielen Besuche eine Gruppe Jugendlicher bei der Probe zu einem Tanz beobachtete, entstand die Idee der Verbindung von dokumentarischen Elementen mit denen des Musicals.

„So ist ein Film entstanden“, heißt es in der Rezension von Rouven Linnarz in film-rezensionen.de, „der gerade durch diese Elemente sowie seine jugendliche Protagonistin sehr dynamisch und angenehm frech daherkommt, wobei der Grundton in den übrigen Szenen bisweilen etwas sehr didaktisch wirkt.“

Weitere Informationen: https://www.missingfilms.de/index.php/filme/300-sarita