18. Afrika Filmfestival Köln

Vom 16.-26.09.2021 findet das Afrika Filmfestival Köln mit bewährter vielseitiger Auswahl an aktuellem Filmschaffen aus Ländern Afrikas statt. Mehr als 70 ausgewählten Filme, Diskussionen mit afrikanischen Gästen im Kinosaal, Workshops, Schulvorführungen, Live-Musik, persönliche Begegnungen im Kinofoyer sowie Angeboten von Virtual Reality Produktionen und Video-Serien in den Festival-Cafés stehen auf dem Programm. Endlich wieder als reale Veranstaltung begeistern sich die VeranstalterInnen im Programmheft: Voller Optimismus und cineastischem Tatendrang freuen wir uns darauf, gemäß der südafrikanischen Lebensweisheit: „Wende Dich der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter Dich!“ Das ausführliche Programm gibt es unter: https://afrikafilmfestivalkoeln.de/start
Eine kleine Auswahl an Filmklassikern ist auch im onlienangebot zu sehen.

„NOW!“

Am 26. 08. 2021 startet „NOW!“, das Film-Debüt des Fotografen Jim Rakete (Deutschland 2020, 79 Min.) im Kino. Der Dokumentarfilm beschäftigt sich mit dem Kampf der jungen Generation für eine bessere und nachhaltige Welt. Junge KlimaaktivistInnen von Organisationen wie „Extinction Rebellion“, „Youth v Gov“, „Ende Gelände“, „Plant for the Planet“ und „Fridays for Future“ kommen ausführlich zu Wort und stellen, unterstützt von ExpertInnen Konzepte für zukunftsorientiertes Handeln vor. Jim Rakete stellt sie in dem Raum vor, in dem sie authentisch über ihre Motivation zum Handeln erzählen und Erkenntnisse vermitteln können. Auch Handelnde aus Raketes Generation, wie Filmemacher Wim Wenders und Musikerin Patti Smith kommen zu Wort und bestätigen den Wunsch nach generationsübergreifendem Handeln.

Weitere Informationen: https://www.wfilm.de/de/now/

„Homo Communis“: Kinostart am 08.07.21

Der Dokumentarfilm „Homo Communis – Wir für alle“ von Carmen Eckhardt (Deutschland 2021, 97 Min.) wirft ein Licht auf einen möglichen Paradigmenwechsel. Im Mittelpunkt stehen Menschen, die neue Kommunikationsformen, Produktionsweisen und Regeln entwickeln, weg von Hyper-Konsum, Hyper-Individualismus und Umweltzerstörung: Eine Kooperative in Venezuela, Solidarische Landwirtschaft, ein Denk Netz, Geburtsvorbereitung und Sterbebegleitung, tatkräftiger Protest im Rheinland, eine Utopiastadt im urbanen Raum, UnternehmerInnen und AktivistInnen mit neuen Ideen, Orte an denen sich Menschen gegen den Ausverkauf ihrer persönlichen Lebensbereiche zusammenfinden. Dabei ist Gemeinsinn die große Herausforderung, indem individuelle Freiheit und Bedürfnisse mit den Erfordernissen der Gemeinschaft ausbalanciert werden. Es ist ein fortdauernder Prozess zu lernen, wie gemeinsam Neues entstehen kann.

„Made in Bangladesh“: Kinostart im Mai

Wenn die Kinos endlich wieder öffnen können, dann steht hoffentlich auch dem Filmstart des Spielfilms „Made in Bangladesh“ von Rubayiat Hossain nichts mehr im Wege, der für Mai angekündigt ist. Der Film (Frankreich, Bangladesch, Dänemark, Portugal 2019, 95 Min., OmU) erzählt von der 23-jährigen Shimu, die in einer Textilfabrik in Dhaka, der Hauptstadt Bangladeschs, arbeitet. Nachdem bei einem Feuer eine Kollegin ums Leben kommt, ist sie bereit, in ihrer Fabrik die Gründung einer Gewerkschaft in Angriff zu nehmen. Trotz der Drohungen der Fabrikleitung, die hohen bürokratischen Hürden, die ihr in den Weg gelegt werden, und nicht zuletzt gegen den wachsenden Druck ihres Ehemannes, der sie in die traditionell und religiös legitimierten Schranken verweisen will, ist sie mutig entschlossen, den Kampf um ihre Rechte aufzunehmen.

Rubaiyat Hossain, eine der wenigen Filmemacherinnen in Bangladesch, hat sich schon in ihren vorhergehenden Filmen mit der Situation von Frauen in Bangladesch auseinandergesetzt. Während ihrer Recherchen zur Situation von Frauen in der Textilindustrie lernt sie die Arbeiterin und Gewerkschaftspräsidentin Daliya Sikder kennen. Beeindruckt von ihrem mutigen Kampf baute sie die Handlung ihres Spielfilms auf deren Erlebnissen auf.

„Made in Bangladesh“ ist nicht nur die spannungsreiche Geschichte einer jungen Frau, die sich beherzt und schließlich erfolgreich für sich und ihre Kolleginnen einsetzt, sondern er führt, filmisch verdichtet, auch die Lebens- und Arbeitsbedingungen von den mehr als drei Millionen Frauen in Bangladesch vor Augen, die in der Textil- und Modeindustrie arbeiten. Nicht zuletzt durch die aktuelle Diskussion über ein Lieferkettengesetz und die Klagen der Modebranche auch hierzulande ist dieser Film von hoher Aktualität.

Der Filmstart wird von der Kampagne für Saubere Kleidung, Future Fashion, Brot für die Welt und deab (Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg) unterstützt. Im Herbst steht der Film dann auch als DVD für die Bildungsarbeit zur Verfügung. Nähere Informationen unter www.ezef.de

„Silence Radio“: ab 15.04.21 Filmstart als Kino on Demand

Der Dokumentarfilm von Juliana Fanjul (Schweiz, Mexiko 2019, 78 Min.) begleitet die Journalistin und Radiomoderatorin Carmen Aristegui in ihrem Kampf um Meinungs- und Pressefreiheit. Nach der Enthüllung eines Korruptionsfalls um den früheren mexikanischen Präsidenten Enrique Peña Nieto erhält sie Morddrohungen, sie und ihr Team werden auf Druck der Regierung von MVS-Radiosender entlassen und angeklagt. Doch Carmen Aristegui gibt nicht auf.  Sie gründet eine eigene Nachrichtenplattform und setzt ihren Kampf eine freie Presse und gegen Fake News fort. Sie sagt: „Die Angst darf nicht siegen. Wir dürfen keinen Raum fürs Schweigen lassen.

Da ein regulärer Kinostart zur Zeit nicht möglich, findet dieser als Kino on Demand statt:

SILENCE RADIO TICKETS für das digitale Heimkino erhalten Sie hier:

Premierenfilmgespräch mit Regisseurin Juliana Fanjul und Carmen Aristegui am 15.April um 20.30 Uhr im Kino des DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum.
Live-Stream
Über Cinemalovers und dem YouTube Kanal vom Deutschen Filmmuseum und jip film und verleih. Das Filmgespräch findet auf Spanisch und Deutsch statt. 

Weitere Informationen zum Film unter https://jip-film.de/silence-radio

FilmCafé Global V: Filme in der Kampagnenarbeit

Der letzte Online-Workshop der Reihe FilmCafé Global findet am 14.04.2021, 16:00-17:30 Uhr statt.

Gegen Kinderarbeit und Ausbeutung, für faire Textilproduktion, nachhaltige Handys und ein Lieferkettengesetz – Kampagnen widmen sich verschiedenen Themen. Filme können dabei eine wichtige Rolle spielen – Stichwort Story-Telling -, um viele Menschen für die Anliegen und Themen einer Kampagne zu sensibilisieren und für eine Unterstützung zu motivieren und zu gewinnen.

In diesem Workshop geht es um die Handy-Aktion und die Kampagne Saubere Kleidung. Welche Filme stehen zur Verfügung, wie können sie eingesetzt werden und was ist zu beachten? Welche Filme empfehlen sich außerdem für aktuelle Themen wie Rohstoffgerechtigkeit bei Digitalisierung und Handyproduktion?

Anmeldung bis zum 13.04.2021 hier …

Organisation und Umsetzung: Katja Breyer (MÖWE), Ralf Häusler (ZEP), Cathy Plato (Ndwenga Verein) und Bernd Wolpert (EZEF)

Foto aus dem Film: „Digital Africa – Ein Kontinet erfindet sich neu“ von Elke Sasse und Bettina Haasen

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Der Workshop ist Teil einer Reihe, in der es darum geht, Einsatzmöglichkeiten von Filmen im Globalen Lernen vorzustellen, Tipps und Tricks zu geben und Methoden der medienpädagogischen Begleitung aufzuzeigen.

Die Reihe wird durchgeführt und unterstützt von Katja Breyer (Amt für Mission, Ökumene und kirchliche Weltverantwortung der Ev. Kirche von Westfalen), Imke Frerichs (Diakonie Schleswig Holstein), Irina Grassmann (Ev. Medienzentrale Frankfurt), Ralf Häussler (Zentrum für entwicklungsbezogene Bildung, ZEB), Albrecht Hoffmann (Netzwerk politikatelier e.V.), Bernd Wolpert (EZEF), Bettina Kocher (Büro für Kultur- und Medienprojekte)

FilmCafé Global IV: online-Workshop 24.03.2021

Wie konzipiere ich ein Festival? Welche PartnerInnen gibt es? Und: Welche Vorteile bieten Kinoabende mit anschließenden Diskussionen?
Diese und weitere Fragen stehen im Mittelpunkt des 4. FilmCafé Global mit Albrecht W. Hoffmann, Koordinator der Bonner Filmfair, und Vincent Bresser, Betreiber des WOKI-Kinos in Bonn. Die TeilnehmerInnen sind herzlich zum Gespräch eingeladen.
Organisation und Umsetzung: Albrecht Hoffmann und Lisa Stroetmann (Netzwerk politik|atelier e.V.)
Weitere Informationen und Anmeldung hier …

Foto: Der Vorführer von Shaheen Dill-Riaz

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Der Workshop ist Teil einer Reihe, in der es darum geht, Einsatzmöglichkeiten von Filmen im Globalen Lernen vorzustellen, Tipps und Tricks zu geben und Methoden der medienpädagogischen Begleitung aufzuzeigen.

Die Reihe wird durchgeführt und unterstützt von Katja Breyer (Amt für Mission, Ökumene und kirchliche Weltverantwortung der Ev. Kirche von Westfalen), Imke Frerichs (Diakonie Schleswig Holstein), Irina Grassmann (Ev. Medienzentrale Frankfurt), Ralf Häussler (Zentrum für entwicklungsbezogene Bildung, ZEB), Albrecht Hoffmann (Netzwerk politikatelier e.V.), Bernd Wolpert (EZEF) und Bettina Kocher (Büro für Kultur- und Medienprojekte)

FilmCafé Global III: online-Workshop 03.03.2021

„Film ab – online!“ Wie geht das?
Mittwoch, den 03.03.2021 16.00-17.30 Uhr
Immer mehr Filme stehen mittlerweile online zur Verfügung (und durch Corona ist diese Möglichkeit vermehrt gefragt). Doch nicht alles, was verfügbar ist, darf auch in der Bildungsarbeit eingesetzt werden. Welche rechtlichen und organisatorischen Fragen müssen geklärt werden, bevor man seiner Zielgruppe Filme online zur Verfügung stellen kann

Weitere Informationen und Anmeldung

Filmcafé Global: Online-Workshop II am 23.02.21

Das Angebot umfasst praktische Themen, wie Filmbeschaffung, rechtliche Fragen und den Einsatz von online-Medien ebenso, wie die Einbindung von Filmen in der Kampagnenarbeit und der Organisation vom Filmevent bis zum Festival.

Workshop 2: Für Oskar, Nele und Rico: Wenn Filme Schule machen! Gute Beispiele und Austausch
Am 23.02.2021, 16:00-17:30 Uhr

Entwicklungspolitische Filme nehmen die ZuschauerInnen mit in ferne Länder, andere Kulturen und ermöglichen Begegnungen mit unbekannten Themen und Welten. Sie berühren, lassen Fragen aufkommen oder irritieren zuweilen. Darin steckt ein großes Potenzial, um sich entwicklungspolitischen Themen anzunähern. Doch wie lassen sich Filme passend in den schulischen oder außerschulischen Unterricht einbetten? Wie lassen sich Mensch gut motivieren, die bislang wenig Berührung mit diesen Themen hatten? Welche Filme sind geeignet, welche Vor- und Nachbereitung ist notwendig und wie gelangen die Zielgruppen in eine produktive Auseinandersetzung mit den präsentierten Themen? Anhand von Filmbeispiele zum Thema Klimagerechtigkeit werden diese Themen in Gruppen bearbeitet und anschließend Tipps und Anregungen gegeben, wie Filme in der Bildungsarbeit eingesetzt werden können.

Die Workshopreihe ist eine Kooperation von: Evangelische Kirche Westfalen Amt für MÖWe, Evangelische Medienzentrale Frankfurt, EZEF, ZEB, Diakonie Schleswig-Holstein, Netzwerk PolitikAtelier e.V., Büro für Kultur- und Medienprojekte

Weitere Informationen und Anmeldung:

FilmCafé Global: online-Gespräche

Von Januar bis April 2021 finden 5 Online-Workshops zu den vielfältigen Möglichkeiten, Filme im Globalen Lernen zu zeigen, statt.

Das Angebot umfasst praktische Themen, wie Filmbeschaffung, rechtliche Fragen und den Einsatz von online-Medien ebenso, wie die Einbindung von Filmen in der Kampagnenarbeit und der Organisation vom Filmevent bis zum Festival.
Der 1. Workshop „Film ab! – Der Einsatz von Filmen im Globalen Lernen“ findet am Donnerstag, 28.01.2021 von 16:00-17:30 Uhr statt.
Dabei geht es Im Gespräch mit dem Medienpädagogen Holger Twele darum, welche Rolle Filmen im Globalen Lernen zukommt und welches Potential sie, verglichen mit anderen Vermittlungsformen, bieten. Wenn es um Themen geht, die sich unserer direkten Anschauung entziehen, können Filmen Brücken bauen zu den Erlebnis- und Erfahrungswelten von Menschen in anderen sozialen und kulturellen Kontexten ebenso, wie dem Prozess der Annäherung, der Grenzüberschreitung und des empathischen Verstehens. Zur Einstimmung erhalten die TeilnehmerInnen mit ihrer Anmeldebestätigung einen Link zu dem Animationsfilm „Eine Giraffe im Regen“ von Pascale Hecquet, der in 12 Minuten und ohne Worte, komplexe Themen wie Flucht, Exil, Ankommen in einem fremden Land nicht nur für Kinder aufgreift und zum Nachdenken anregt. Während des Vortrags werden mit kurzen Filmausschnitten verschiedene filmische Formen und Formate vorgestellt, die einen Eindruck von der konkreten Einbindung von Filmen in die Bildungsarbeit geben.
In Abstimmung mit den Interessen der TeilnehmerInnen geht es um Fragen der praktischen Umsetzung beim Einsatz von Filmen – im Unterricht, in der Jugendarbeit, in der Gemeinde, in der Erwachsenenbildung.

  • Welche Filme stehen mit welchen Rechten zur Verfügung?
  • Wo können sie ausgeliehen werden?
  • Welche technischen Voraussetzungen müssen erfüllt sein?
  • Urbeerrecht: was muss ich beachten?

Die Gesprächsreihe ist eine Kooperation von: Evangelische Kirche Westfalen Amt für MÖWe, Evangelische Medienzentrale Frankfurt, EZEF, ZEB, Diakonie Schleswig-Holstein, Netzwerk PolitikAtelier e.V., Büro für Kultur- und Medienprojekte

Nähere Informationen zu den Inhalten der 5 Gesprächseinheiten und links zur Anmeldung zu den ZOOM-Meetings finden Sie in der pdf-Datei.

Bild: „Eine Giraffe im Regen“ von Pascale Hecquet