Die Themen: UN-Jahresthema 2013

Zum Thema: Mobilität

Das Nationalkomitee der UN-Dekade Bildung für Nachhaltige Entwicklung hat für die kommenden Jahre Jahresthemen festgelegt. Das Ziel der Jahresthemen ist es unter anderem die Anliegen der BNE besser zu kommunizieren und in der öffentlichen Wahrnehmung zu verankern.

2013 steht  im Zeichen der Mobilität. Mobilität bedeutet Beweglichkeit, aber auch Veränderung und Wandlungsfähigkeit. Wissenschaftler sprechen deshalb vom “Ermöglichungscharakter” der Mobilität. Die Entwicklungen im Bereich Mobilität und der damit verbundene Umgang mit Ressourcen sind mitentscheidend für die Zukunft des Planeten und zahlreiche Lebensbereiche der Menschen http://www.bne-portal.de/aktuelles/jahresthema/

In seinem Film Die 4. Revolution – Engery Autonomy greift Regisseur Carl A. Fechner (2010, 83 min.) die Vision auf, in der weltweit die Energieversorgung 100 Prozent aus erneuerbaren Energien bezogen wird. Dies zeigt der lange Dokumentarfilm an beispielhaften Projekten und im Gespräch mit Menschen weltweit, die diese Vision umzusetzen helfen. Nach deren Aussagen revolutionieren alternative Energiekonzepte nicht zuletzt die Autoindustrie und fördern neue Wege der Mobilität. Weitere Information unter www.4-revoluion.de

Die wachsende Weltbevölkerung verursacht einen steigenden Energiebedarf und Klimawandel und Erderwärmung machen eine Umstellung auf eine nachhaltigere, umweltfreundliche  Energiewirtschaft immer dringlicher. Vor diesem Hintergrund beflügelt Lithium als neuer Rohstoff die Vorstellungskraft des internationalen Marktes. Der Film Die Lithium Revolution von Andreas Pichler und Julio Weiß (2012, 53 min.) dieser Frage nach. Lithium bildet nicht nur Grundlage neuartiger Batterietechnologien und ist somit entscheidend für eine schnelle Verbreitung der Elektromobilität, sondern könnte auch in riesigen Batteriespeichern bei der Erzeugung von Wind- und Solarenergie eingesetzt werden. Der Film lithiumberichtet aus drei Perspektiven vom Run auf diese mögliche Schlüsseltechnologie der Zukunft. Im bitterarmen Bolivien befinden sich über 50 Prozent des weltweiten Lithium Vorkommens. Um den ewigen Kreislauf aus Armut und Ausbeutung zu durchbrechen, wirft die Regierung die eigenständig zu industrialisieren. Aber kann es Bolivien im Alleingang schaffen, diese einmalige Chance für sich zu nutzen? In China wollen Hunderte Millionen Menschen konsumieren und Auto fahren. Die breite Modernisierung des Landes ist nur mit neuen, effizienteren Technologien zu schaffen. So hat die Regierung ein gigantisches Förderprogramm aufgelegt, um das Land innerhalb von drei Jahren zum weltweit führenden Anbieter im Bereich E-Mobilität und grüner Energietechnologien zu machen. In den westlichen Industrieländern fördern die Regierungen E-Mobilität aus Umweltgründen, aber auch um in der zukunftsträchtigen Industrie nicht den Anschluss zu verlieren. Automobilhersteller planen, Elektroautos 2012 serienmäßig auf den Markt zu bringen. Innovative Start-up-Firmen widmen sich der Frage, wie man mit der Lithium-Ionen-Technologie das Stromnetz revolutionieren könnte. Internationale Experten diskutieren die Nutzbarkeit von Lithium und das globale Pokerspiel um Elektromobilität, Gerechtigkeit und ökologisches Wachstum. Der interessante und gut rercherchierte Film steht für die Bildungsarbeit derzeit noch nicht zur Verfügung. Weitere Informationen http://www.gebrueder-beetz.de/produktionen/die-lithium-revolution

Für die meisten Menschen der Welt ist trotz dieser neuen Ansätze Flucht der Hauptgrund für Mobilität. Dafür ist jedes Fortbewegungsmittel recht – auch der Lastwagen, der übervoll in dem kurzen Animationsfilm Bon Voyage von Fabio Friedli (2011,6 min.) die Menschen von einem Ort zum anderen bringt.

PirogeOder es sind die Fischerboote, die zum Beispiel vor Senegals Küste nicht mehr zum Einsatzkommen. Internationale Hochseetrawler haben die Meere längst leergefischt, so dass für die einheimischen Fischer nichts mehr übrig bleibt. Von ihnen und der gefährlichen Überfahrt nach Europa erzählt der Film Die Piroge von Moussa Touré (2011, 89 min.) und einem Boot, das für die Reise gar nicht geeignet ist.