Tagung und Zukunftswerkstatt zum Thema „Film, Flucht & Interkultur“

life-on-the-border_840x473Im Rahmen des Internationalen Festivals für junge Filmfans LUCAS veranstaltet das Deutsche Filminstitut und die Bundeszentrale für politische Bildung vom 21.-23.09.16 eine Tagung und Zukunftswerkstatt, die die Themen Film, Flucht und Interkultur als Zukunftsaufgabe von MedienpädagogInnen und FilmvermittlerInnen hervorhebt. Ausgehend von der Überzeugung, dass der Integrationsprozess nicht eingleisig sein kann, setzt die Tagung am Begriff Interkultur an den Mark Terkessidis in seinem Eröffnungsvortrag erläutert, und verfolgt den Anspruch, dass die interkulturelle Gesellschaft gemeinsam gestaltet und gelebt werden muss. WissenschaftlerInnen, AutorInnen und FilmvermittlerInnen mit und ohne Fluchterfahrung stellen ihre Positionen und Projekte vor. Weitere Informationen unter http://lucas-filmfestival.de/zukunftswerkstatt/

Fluchtgeschichten

THE GOOD LIEVom 04.08.-01.09.2016 widmet sich die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb im Rahmen der Open Air Kinonächten am Checkpoint Charlie in Berlin in diesem Jahr den unterschiedlichen Aspekten von Flucht: Krieg oder politische Verfolgung in den Herkunftsländern, die lebensgefährlichen Fluchtwege, das Ankommen und die vielfältigen Herausforderungen der Integration. Fünf Filme erzählen fünf Geschichten vom gewaltvollen Gesellschaftswandel in Afghanistan über unterschiedliche Fluchtwege, den Schwierigkeiten des Ankommens in einem fremden Land, Frustration, Unsicherheit, langwierigen Asylprozessen bis hin zu Zukunftsperspektiven und der eigenen hybriden Identität.  Unter anderem werden gezeigt "The Good Lie - Der Preis der Freiheit" von Philippe Falardeau und "Gestrandet" von Lisei Kaspers. Weitere Informationen zu diesem Programm unter www.bpb.de/veranstaltungen/format/festival/228612/open-air-kino-am-checkpoint-charlie

Fernweh

SerengetiSommerzeit ist Reisezeit. Rechtzeitig zu Beginn der schönsten Wochen des Jahres haben EZEF, baobab und die Fachstelle Filme für Eine Welt die Themen-DVD „Fernweh. Tourismus im Spannungsfeld von Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft“ herausgebracht, die verschiedene Facetten des Phänomens „Tourismus“ beleuchten.

Die sechs Filme greifen soziale, ökologische und ökonomische Aspekten von Tourismus auf. Sie befassen sich damit, wie zum Beispiel die Zukunft des Wintertourismus angesichts der Klimaerwärmung aussehen könnte („Peak“ (Dokumentarfilm 30 Min.) oder ob Slumtourismus ethisch vertretbar ist („Slumtourismus in Jakarta”, Dokumentarfilm, 9 Min.). Es geht aber auch darum, wie es um die Menschenrechte im Serengeti Nationalpark steht („Serengeti – kein Platz für Menschen?“, Dokumentarfilm, 30 Min.), wer von Volunteer-Tourismus in Ländern des globalen Südens profitiert („Voluntourismus“ Reportage, 9 Min.), ob Ökotourismus eine Alternative zum Massentourismus sein kann („Die Gans mit den goldenen Eiern. Tourismus an Costa Ricas Pazifikküste”, Dokumentarfilm, 30 Min.) und was BerlinerInnen zum boomenden Tourismus in ihrer Stadt sagen („Welcome, Goodbye”, Dokumentarfilm, 34 Min.) Der Kurzspielfilm „When I grow up I want to be a Tourist“ erzählt darüber hinaus von dem seltsamen Berufswunsch eines Jungen in Gambia. Tourismus-Werbespots über Indien und die Schweiz ergänzen die DVD, auf der es außerdem Begleitmaterialien und Arbeitsblättern auf der ROM-Ebene gibt.Die Themenvielfalt der DVD könnte auch dazu anregen, nicht nur unser eigenes Verhalten in der Fremde anders zu betrachten, sondern auch Fremde in der Heimat neu zu sehen. Nähere Informationen zu den einzelnen Titeln finden Sie in der Datenbank.

Urmila – für die Freiheit

urmilaDer Film “Urmila – für die Freiheit” startet am 26.05.2016 im Kino. Zum Auftakt begleiten die Protagonistin Urmila Chaudhary und die Regisseurin Susan Gluth den Film und stehen zum Gespräch zur Verfügung.
Urmila Chaudhary lebt 12 Jahr lang als Haussklavin in der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu, bevor sie befreit wird und in ihre Heimat im Süden des Landes zurückkehren kann. Die Regisseurin Susan Gluth hat Urmila über fünf Jahre begleitet und zeichnet in ihrem Film das Portrait einer jungen Frau, die sich als Aktivistin der Organisation „Freed Kamalari Development Forum“ (FKDF) heute selbst für die Befreiung von Mädchen und deren Rechte einsetzt. Bei ihrem Einsatz für Menschenrechte, mit dem sie mittlerweile auch international für Aufmerksamkeit sorgt, wird die Kraft der jungen Frau deutlich. Und doch sind auf ihrem Weg zu einem selbstbestimmten Leben die Dämonen der Vergangenheit ihre ständigen Begleiter. Weitere Informationen zu Kinoterminen unter: www.urmila-film.de

 

Deutscher Menschenrechtsfilmpreis

menschenrechtsfilmpreisZum 10. Mal wird im Frühjahr 2016 der Deutsche Menschenrechts-Filmpreis ausgeschrieben, die Ausschreibung startet im April 2016. Mit dem Deutschen Menschenrechts-Filmpreis sollen Filmemacherinnen und Filmemacher ermutigt werden, sich Menschenrechtsthemen zu widmen und Filme über Menschenrechtsverletzungen und gelingende Verteidigung der Menschenrechte als Teil zivilgesellschaftlichen Engagements wahrzunehmen. Ausgezeichnet werden herausragende Film- und Fernsehproduktionen, die Geschichte, Wirkung und Bedeutung der Allgemeinen Menschenrechte thematisieren. Filmemacherinnen und Filmemacher aus dem Profi- und Amateurbereich, sowie Studierende an Hochschulen sind aufgerufen, sich mit eeigenen Produktionen der Thematik anzunehmen. In allen Kategorien wird jeweils ein Preisträger ermittelt. Zusätzlich wird der Bildungspreis an den Film verliehen, der sich besonders für den Einsatz in der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit empfiehlt. Weitere Informationen unter www.menschenrechts-filmpreis.de

Premiere der Filmreihe “HIN und WEG 1″ über Flucht und Folgen

wuppertalAm 16.03.2016 findet um 19:30 Uhr die Premiere der Filmreihe “HIN und WEG 1″ mit Filmen zum Thema Flucht und Folgen im CinemaxX Wuppertal (Bundesallee 250) statt.

Die Filmreihe wird von geflüchteten und deutschen jungen Menschen aus Wuppertal mit Unterstützung von FilmemacherInnen des Medienprojekts Wuppertal produziert. Inhaltlich geht es in den Reportagen und Kurzspielfilmen um Flucht, Ankunft und das Zusammenleben der einheimischen Bevölkerung mit den Geflüchteten.

Die Filmproduktionen werden in diesem Jahr von zahlreichen Gruppen weiter fortgesetzt. Im Sommer und Herbst werden weitere Filme veröffentlicht. Die Filme werden auch auf dem Youtube-Kanal des Medienprojektes Wuppertal veröffentlicht und erscheinen im Herbst 2016 auf DVD. Weitere Informationen unter www.medienprojekt-wuppertal.de

Die Filme:

Der Dschungel der Flüchtlinge
Seit vielen Jahren gibt es in Calais an der französischen Küste vor England das illegale Flüchtlingscamp »Jungle« mit ca. 6.000 Flüchtlingen, die von hier versuchen, versteckt auf LKWs oder Schiffen nach England zu kommen. Nun wird das Camp geräumt, andere illegale Camps entstehen. Die Träume sterben zuletzt.

Eine etwas andere Kindheit
Zwei 13-jährige afghanische Jungen erzählen über die Entscheidung ihre Heimat zu verlassen und über die Flucht, die sie alleine auf sich genommen haben.

Abd Al & Malaz
Abd Al und Malaz sind als unbegleitete minderjährige Flüchtlinge aus Syrien nach Deutschland gekommen. In der Türkei trennten sie sich von ihrer Familie, um in Deutschland die Möglichkeit auf eine bessere Zukunft zu bekommen. Sie erzählen wie das Leben in Syrien bis zur Flucht war und was ihre Ziele in Deutschland sind.

Füreinander da sein
Eine aus dem syrischen Kurdistan geflüchtete Familie mit drei kleinen Kindern hat in Wuppertal eine deutsche Familie gefunden, die sie bei der Integration unterstützt. Dokumentation über ein selbstorganisiertes Familien-Paten Projekt, welches für beide Seiten ein Gewinn bedeutet.

Vom Untergang des Schlaraffenlandes
Die Einwohner des Schlaraffenlandes sind glücklich und zufrieden und feiern ein ewigwährendes Oktoberfest. Eines Tages jedoch fallen dunkle Schatten auf die Idylle: Vor dem Tor stehen fremdländische Menschen und begehren Einlass. Gibt es noch Hoffnung für die Schlaraffen? Ein Animationsfilm.

Eine Familie
Jean-Luc und Hussam leben zusammen mit weiteren unbegleiteten Flüchtlingsjugendlichen in einer Wuppertaler Wohngruppe. Jean-Luc kommt aus dem Togo, Hussam aus Syrien. Als Flüchtling gebrandmarkt erzählen sie uns von ihrem Leben heute und von dem, was in der Vergangenheit geschah.

Der einzige Weg
Zwei syrische Flüchtlinge erzählen von ihrer Flucht über die nordafrikanische Wüste und den Seeweg nach Deutschland.

Nachts laufe ich nach Syrien
Hafida und Ali waren Nachbarn in Syrien. Jetzt haben sie sich in Wuppertal wieder getroffen und versuchen einen Neustart.

Der große Tag

dergrossetagDer neue Film von Pascal Plisson startet am 10.12.2015 in deutschen Kinos.

Nach dem Erfolg seines Films “Auf dem Weg zur Schule” (2013, 77 Min.), in dem der Regisseur von den abenteuerlichen Schulwegen seiner kindlichen Protagonisten in Marokko, Argentinien oder Indien berichtet, steht in seinem neuen Film der Wille von Kindern aus Kuba, Indien, der Mongolei und Uganda im Mittelpunkt, die unbedingt in die Schule gehen wollen und große Anstrengungen auf sich nehmen, um ihre Wünsche aus eigener Kraft wahr werden zu lassen, ihre Leidenschaften auszuleben, um ihre Familien stolz zu machen und zu beweisen, dass sie der Aufgabe gewachsen sind.  Weitere Informationen unter www.wildbunch-germany.de/movie/der-grosse-tag

Augenblicke Afrika

soleilsVom 05.-15.11.2015 findet das afrikanische Filmfestival Hamburg statt, bei dem in diesem Jahr der Filmemacher Dani Kouaté aus Burkina Faso die Schirmherrschaft übernommen. Einige seiner Filme sind im Programm vertreten, außerdem zahlreiche aktuelle afrikanische Spiel- und Dokumentarfilme. Filmische Schwerpunkte gibt es außerdem zu den Themen “Jugend- und Protestbewegung in Westafrika” und “Queer Africa”. Weitere Informationen unter www.augen-blicke-afrika.de

African Diaspora Cinema

mordinpacotVom 17.-27.09.2015 präsentiert die FilmInitiativ Köln 42 Filme, die sich mit der afrikanischen Diaspora weltweit befassen. Auftakt macht am 17.09. der Spielfilm „Mord in Pacot“, in dem sich der haitianische Regisseur Raoul Peck mit den Auswirkungen des verheerenden Erdbebens, das Haiti 2010 verwüstete, auf ein Paar im Nobelviertel Pacot in der Hauptstadt Port-au-Prince auseinandersetzt. Die kurze Zeit, in der alles möglich schien, endet in dem Film, der eine Zeit von 8 Tagen reflektiert, tödlich. Weitere Informationen zum Programm und den zahlreichen Gästen, die die Rolle der Diaspora in Gesprächen und Podiumsdiskussionen vertiefen, finden Sie unter filme-aus-afrika.de/DE/in-koeln/aktuelle-veranstaltungen/

8. Eine Welt-Filmpreis NRW

jakartaAm 11.09.2015 um 19.00 Uhr wird der Eine-Welt-Filmpreis im Filmforum im Museum Ludwig in Köln verliehen. Frau Ministerin Dr. Angelica Schwall-Düren wird die Preise, die vom Ministerium für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien des Landes NRW gestiftet werden, persönlich überreichen. Deb 1. Preis erhält Ascan Breuer für seinen Film “Jakarta Disorder”, mit dem 2. Preis wird Hazem Alhamwi für seinen Film “Aus meinem syrischen Zimmer” ausgezeichnet und mit dem 3. Preis “AIDS – Erbe der Kolonialzeit” von Carl Gierstorfer gewürdigt. Im Anschluss an die Preisverleihung wird “Jakarta Disorder” gezeigt mit anschließendem Filmgespräch mit Ascan Breuer.

Nähere Informationen zu den Preisträgern und zum Programm der Preisverleihung finden Sie unter www.fernsehworkshop.de